Zwischen Wildnis und ­Freizeitpark Eine Streitschrift zur Zukunft der Alpen

Einst waren sich die Alpenstaaten ­einig darüber, dass die Alpen als wichtiger Teil des jeweiligen nationalen Lebens- und Wirtschaftsraums zu betrachten seien. Doch diese Einheit begann schon in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zu bröckeln. Die Alpen wurden zusehends zur «alpinen Brache». Lasst doch die Alpen verganden, so eine provokante Po­si­tion, statt endlos Subventionen zu zahlen. Oder allenfalls zum «Freizeitpark» umbauen. Grundfalsch, sagt Alpenforscher Werner Bätzing in dieser Streitschrift, die mehr noch als Notruf gelesen werden muss. Wir müssen aufhören, die Berge als Schnäppchen zu verhökern. Im eigenen Interesse. Bätzing hinterfragt die gegenwärtig diskutierten Alpen-Perspektiven kritisch. Da er deren Auswirkungen als problematisch und bedenklich beurteilt – Verlust von Lebens-, Wirtschafts- und Umweltqualität –, skizziert er im letzten Teil seiner Streitschrift eine ganz andere, eine «unzeitgemässe» Perspektive für die Alpen, in der sie als dezentraler Lebens- und Wirtschaftsraum eine Zukunft erhalten sollen.

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