Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

  • Schwierigkeit
    T4
  • Aufstieg
    6 h, 1050 Hm
  • Abstieg
    570 Hm

Ein eindrücklicher Aktivdienst-Weg

Wandern quer durch ein Armee-Freilichtmuseum. Nebst den leider sehr zahlreichen unschön herumliegenden Granatsplittern sowie den Tafeln, die auf Schiessübungen und entsprechende Gebietssperrungen hinweisen, beeindrucken vor allem die stummen Zeugen der Aktivdienstzeit: Baracken, steinerne Schützen- und Biwakstellungen, kühn angelegte Verbindungswege. Hier spüren wir noch etwas vom bangen und schier endlosen Warten auf den grossen Angriff, der nie kam.

Routenbeschreibung

Passo del San Gottardo – Passo di Lucendro

Vom Ospizio del San Gottardo (2091 m) ostwärts über die Passstrasse zum hügeligen Gelände der Alpe di San Gottardo, das durch gletschergeschliffene Felshöcker und Feuchtbiotope geprägt ist. Stets nördlich des Ri della Valletta bleibend weglos zum Nordufer der Seelein P. 2255. Über eine kurze Steilstufe erreicht man in südwestlicher Richtung die Seelein P. 2387, traversiert links etwas erhöht an diesen vorbei und gelangt in die weite Mulde, die sich von der Fibbia herabzieht. Nun zuerst Richtung Fibbia bis ca. 2600 m (ab hier Abstecher zum Gipfel der Fibbia möglich), dann entschieden nach Südwesten bis zu einem Sattel, etwa 150 m südlich der namenlosen Erhebung P. 2758. Vom Sattel, auf dem sich eine kleine Madonnenstatue befindet, auf guten Wegspuren einem Gratrücken entlang nach Südwesten bis zu den Baracken am Passo di Lucendro (2532 m), wobei man im oberen Teil eher links, im unteren eher rechts des Grats bleibt.

Passo di Lucendro – Passo di Cavanna

Von den Baracken des Passo di Lucendro einige Meter nach Süden, dann ca. 30 m hinauf Richtung Pizzo Lucendro, um auf 2560 m oberhalb eines Erdrutschs nach links zur Cresta del Poncionetto zu queren. Über den Gratkamm, durch abschüssiges Gelände auf gutem, teilweise mit Fixseilen entschärftem Weg in einigen Kehren hinab und über eine Geländenase (2507 m) zum Seelein unter P. 2443. Von hier sieht man bereits den Passo di Cavanna, den man auf einem guten, zuletzt etwas steilen und blockigen Weg erreicht. Auf dem Passo di Cavanna (2613 m) stehen einige verlassene Armeebaracken, die im Notfall Schutz bieten können.

Passo di Cavanna – Hüenersattel

Vom Passo di Cavanna im Zickzack dem Kamm entlang an alten Militärstellungen vorbei zu P. 2725. Nun folgt man dem breiten, stellenweise etwas eingebrochenen Plattenweg aus der Kriegszeit, der stets nördlich des Ronggergrats verläuft, bis hin zum Hüenersattel (2695 m).

Hüenersattel – Rotondohütte

Ab hier sind die weiss-blau-weissen Markierungen Richtung Rotondohütte nicht immer nachvollziehbar und helfen bei dichtem Nebel kaum weiter – wer über etwas Erfahrung und Routengespür verfügt, wird gut daran tun, eher der eigenen Intuition zu folgen als angestrengt nach den Markierungen zu suchen. Grundsätzlich geht die Route so: Vom Hüenersattel in allgemein westnordwestliche Richtung absteigend durch Blockschutt, über Firnfelder und einen Felsrücken zum Sattel P. 2560 und zum Vorfeld des Witenwasserengletschers, wo sich in den letzten 20 Jahren ein stattlicher See gebildet hat. Nordseitig um den See herum und in einem weiten Bogen, ungefähr die Höhe haltend, zur Rotondohütte (2570 m).

Variante: Einfachere Route vom Hüenersattel zur Rotondohütte

Weniger abenteuerlich, aber bei Nebel viel sicherer (und etwa gleich lang, sowohl distanz- wie zeitmässig) ist der weiss-rot-weiss markierte Weg vom Hüenersattel nordwärts durch ein Schutttal hinunter bis rund 2380 m, mit anschliessendem Gegenaufstieg zur Hütte.

Zusatzinformationen

Ausgangspunkt

Gotthardpass Hospiz (2091 m)

Busbetrieb nur im Sommerhalbjahr.

Endpunkt
Zeit

Gotthardpass–Passo di Lucendro 2 Std. 30 Min.

Passo di Lucendro–Passo di Cavanna 1 Std.

Passo di Cavanna–Rotondohütte 2 Std. 30 Min.

Schwierigkeit / Material

Bei Nebel sind die Abschnitte Passo del San Gottardo – Passo di Lucendro und Passo di Cavanna – Rotondohütte heikel. An der Cresta del Poncionetto einige mit Seilen gesicherte Stellen; vom Hüenersattel zur Rotondohütte nicht ganz logische, schlecht markierte Wegführung über Firnfelder, durch beweglichen Blockschutt und über frische Gletschervorfelder, die immer noch auf der Suche nach einem stabilen Gleichgewicht sind.

Wegpunkte

Passo di Lucendro (2532 m)

Übergang zwischen Val Bedretto und Urseren, östlich des Pizzo Lucendro.

Passo di Cavanna (2613 m)

Übergang zwischen Val Bedretto und Urseren, westlich des Pizzo Lucendro.

Hüenersattel (2692 m)

Einsattelung im Ronggergrat, als Übergang selten benutzt (die Südseite zwischen Lago di Sabbioni und dem Pass ist zwar begehbar, aber weglos und dadurch etwas anstrengend).

Nachbargipfel

Fibbia (2739 m)

Gut zu erreichen, indem man von der beschriebenen Route auf ca. 2600 m abweicht und gerade auf den Gipfel zusteuert (T3, Gelände grobblockig und z.T. anstrengend).

Autor / Autorin

Marco Volken

Marco Volken ist freischaffender Fotograf und Alpinjournalist. Er hat zahlreiche Bücher zum Alpenraum (mit-)verfasst, darunter Bildbände, Sachbücher, Hüttenführer, Wander- und Clubführer sowie Skitouren- und Kletterführer.

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