Swiss Climbing hat nach der Auswertung der WM-Resultate und der Weltcup-Saison 2018 den Olympia-Pool Tokyo 2020 definiert. Petra Klingler, Anne-Sophie Koller, Sascha Lehmann, Dimitri Vogt und Baptiste Ometz werden gezielt gefördert und auf eine mögliche Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio vorbereitet. Der Pool startete Ende 2017 mit neun Athletinnen und Athleten und wurde nun auf fünf reduziert.

An der diesjährigen WM in Innsbruck kam zum ersten Mal das Olympische Kombinationsformat zur Austragung. Die Resultate erlaubten es, einen Überblick über die internationale Konkurrenz sowie die Leistungsstärke der Schweizer Athletinnen und Athleten zu gewinnen. Weiter zeigte sich, welche Nationen sich bereits knapp zwei Jahre vor dem ersten olympischen Auftritt intensiv mit dem neuen Format auseinandergesetzt und entsprechend vorbereitet haben.

Die nun für den Olympia-Pool Tokyo 2020 bestätigten Schweizer Athleten zeigten, dass sie in der Kombinationswertung im internationalen Vergleich mithalten können und damit bei entsprechendem Formverlauf durchaus Chancen für eine Olympia-Qualifikation haben. Die diesjährigen WM-Resultate in der Kombination von Petra Klingler und Sascha Lehmann hätten sogar für eine Direktqualifikation gereicht.

Selektionsphase startet 2019

Die erste Selektionsmöglichkeit bietet sich nächstes Jahr an den Weltmeisterschaften in Tokio, für welche die fünf Pool-Athleten gesetzt sind. Je sieben Damen und Herren können sich nach diesem Anlass direkt für Tokyo 2020 qualifizieren, wobei jedes Land nur je zwei Startplätze erhält. Eine zweite Chance bietet sich Ende Jahr an einem speziellen Combined-Event. Die je 20 besten Athletinnen und Athleten des Overall Weltcups 2019 können an diesem Wettkampf teilnehmen. Dies bedeutet, dass die einzelnen Weltcup-Einsätze im nächsten Jahr zunehmen werden und auch taktisch geschickt geplant werden müssen. Denn es gilt, in allen drei Disziplinen Speed, Lead und Bouldern je zwei gute Resultate zu erlangen. Spitzenresultate werden aufgrund der Multiplikation der Ränge ein hohes Gewicht haben.

Olympia-Pool Paris 2024

In der Annahme, dass Sportklettern nach Tokyo 2020 als olympische Sportart bestätigt wird und danach fix im Programm ist, wird bereits jetzt eine Gruppe von Athletinnen und Athleten für dieses langfristige Ziel aufgebaut. Der Olympia-Pool Paris 2024 umfasst zum einen die vier Athletinnen aus dem Pool der Startphase: Sofya Yokoyama, Jara Späte, Andrea Kümin und Alina Ring. Sie alle befinden sich in ihren ersten Elite-Jahren. Zum anderen wird die Gruppe weitere, noch zu definierende Nachwuchs-Athletinnen und Athleten umfassen.
Den Zeithorizont von sechs Jahren gilt es gut zu nutzen. Neue Erkenntnisse werden laufend in die Trainings- und Entwicklungsprozesse eingebaut. Auch besteht etwas mehr Zeit, um die persönlichen Rahmenbedingungen und die Ausbildungssituation noch weiter zu verbessern.