Verhaltenstipps bei einer Bärenbegegnung Was du tun und was du unterlassen solltest

Seit einigen Jahren kommt es auch hierzulande gelegentlich zu Bärensichtungen. Es ist wichtig zu wissen, wie man sich im Fall einer Begegnung mit diesem Wildtier verhält. Der SAC hat zusammen mit den anderen Bergsportverbänden des Alpenbogens das Faltblatt «Wandern im Bärengebiet» mit Verhaltenstipps herausgegeben.

Der Braunbär wurde hierzulande vor rund 200 Jahren ausgerottet. Seit Ende der neunziger Jahre gibt es im italienischen Nationalpark im Trentino Norditalien ein Projekt zur Wiederansiedlung des Bären. Damit war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Bären auch in der Schweiz zeigen. Im Sommer 2005 hinterliess denn auch ein Bär das erste Mal seit über 150 Jahren hierzulande seine Spuren im Kanton Graubünden. Seither besuchen fast jährlich Bären den an Italien angrendenzen Kanton. Doch auch in anderen Gebieten gibt es seither vermehrt Bärensichtungen: Im Mai 2017 im Eriz im Kanton Bern, ein paar Monate später beobachteten Bergsteiger auf dem Steingletscher beim Sustenpass (BE) einen Bären. Auch in der Innerschweiz haben sich schon Bären gezeigt. Und am 8. Juni 2019 filmten ein paar Wandererinnen einen Bären in der Nähe der Riederalp (VS) beim Aletschgletscher. 

Verhaltenstipps für Berggänger

Bären kehren bei uns aber nicht in eine unberührte Wildnis zurück, sondern in eine Landschaft, die vom Menschen besiedelt, geformt und dominiert wird. Damit kann es auch zu Konflikten zwischen diesem Wildtier und Menschen kommen. Vor allem für Bergsporttreibende ist es wichtig zu wissen, wie sie sich bei einer Begegnung mit einem Bären verhalten sollen. Der Dachverband der Bergsportverbände des Alpenbogens, der CAA, hat deshalb das Faltblatt «Wandern im Bärengebiet» erstellt. Es enthält Verhaltenstipps für Berggänger, die sich in Gebieten der Alpen aufhalten, in denen Bären leben oder umherstreifen.