«Achtung Klimawandel!» Ausstellung im Schweizerischen Alpinen Museum Bern

Alpine Geschichte, Kultur, Erzählungen

Storia, cultura, letteratura alpina

Histoire, culture et littérature alpines

Ausstellung im Schweizerischen Alpinen Museum Bern

« Achtung Klimawandel !»

Die neue Ausstellung im Schweizerischen Alpinen Museum Bern informiert über die neusten Forschungsergebnisse und zeigt mögliche Wege für die Bevölkerung, um dem Klimawandel und den drohenden Folgen entgegenzuwirken.

Klimawandel ist am Geographischen Institut der Universität Bern ein langjährig geförderter Schwerpunkt in Lehre und Forschung. Das Schweizerische Alpine Museum sieht seine Aufgaben u.a. darin, aktuelle für den Alpenraum relevante Themen in Sonderausstellun-gen aufzugreifen. Was liegt also näher, als dass sich diese beiden Institutionen zusammen diesem Thema widmen? Hauptziel der Ausstellung « Achtung Klimawandel » ist, eine breite Öffentlichkeit über die neusten Forschungsresultate zum Klimawandel, über dessen Ursachen und Folgen zu informieren und sie damit in eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema zu involvieren.

Klimawandel und Folgen Beeinflusst werden die Temperaturen durch natürliche Faktoren wie Sonneneinstrahlung oder Vulkanausbrüche, weshalb es im Lauf der Jahrhunderte immer wieder Klimaerwärmungen gegeben hat. Aber auch der Mensch beeinflusst das Klima. Insbesondere die verstärkte Produktion von CO 2 in den letzten Jahrzehnten hat bewirkt, dass die Erwärmung schneller vor sich geht als zuvor. Der Alpenraum und sein Vorland – die Schweiz insgesamt – reagieren sensibel auf diesen Klimawandel. So sind in unserem Land beispielsweise die Temperaturen im 2O. Jahrhundert doppelt so stark angestiegen als im globalen Mittel. Vertiefen und aktiv werden Die Ausstellung ist ausdrücklich als Publikumsausstellung konzipiert. 1 Die komplexe Thematik wird anhand von Fotografien, Filmsequenzen und Objekten so präsentiert, dass sie von Jung und Alt verstanden wird. Einzelne Aspekte wie Überschwemmungen, Stürme, schmelzende Gletscher und Permafrostgebiete, durch steigende Schneegrenzen gefährdete Skigebiete oder sich durch wandelnde Vegetation verändernde Landschaftsbilder werden exemplarisch aufgegriffen. Dabei richtet sich der Blick nicht nur auf die Vergangenheit, sondern – mindestens so spannend – auch auf die Zukunft. Auf Grund des momentanen Wissensstandes werden Trends zu einer möglichen Entwicklung gezeigt, ohne « Schwarzmalerei » zu betreiben. Eine wesentliche Aufgabe der Ausstellung ist es, den Besuchenden ( Denk- ) Anstösse zu geben: Wo sind wir selber vom Klimawandel betroffen und wie ist diesem zu begegnen? Politik, Wirtschaft, aber auch jeder Einzelne ist gefordert, einen aktiven Beitrag zu leisten, damit die Klimaerwärmung nicht im bisherigen Ausmass weitergeht. In der Ausstellung kann die Bereitschaft zur Verhaltensän-derung – und damit zum aktiven Ent-gegenwirken – durch Unterzeichnen einer Erklärung bekräftigt werden. Ab Jahresende 2003 wird dann ein Zyklus von Rahmenveranstaltungen diese Auseinandersetzung mit dem Thema verstärken. Die museumspädagogische Vermittlung, insbesondere für Schulen und Jugendliche, ist unter Mitarbeit des WWF Schweiz und der initiativen Kli-maschutzgruppe « Toptotop » entwickelt worden. Diese Gruppe und weitere in das Projekt involvierte Institutionen stellen sich im Zugangsbereich zur Ausstellung vor. 2 a

Susanne Grieder, Kuratorin SAM 1 Die Erarbeitung der Ausstellung wurde durch eine Arbeitsgruppe geleitet, die sich aus Professoren des Geographischen Institutes der Universität Bern, dem Leiter des Schweizerischen Klimakom-petenzzentrums und Fachleuten des Schweizerischen Alpinen Museums zusammensetzte. Als Experten wurden führende Alpen- und Klimafach-leute sowie der WWF Schweiz beigezogen. 2 Parallel dazu findet vom 4. September bis 12. Oktober 2003 eine Ausstellung unter dem Titel « Danger Zone » in der Kunsthalle Bern statt, welche das Thema aus der Sicht von sieben zeitgenössischen Künstlern präsentiert.

« Achtung Klimawandel »

Dauer: bis 31. Mai 2004 Ort: Schweizerisches Alpines Museum ( SAM ), Helvetiaplatz 4, 3006 Bern, Tel. 031 351 04 34, www.alpinesmuseum.ch, E-Mail info(at)alpinesmuseum.ch Öffnungszeiten: Di–So 10 bis 17 Uhr, Mo 14 bis 17 Uhr, geschlossen am 24., 25., 31.12.2003 sowie 1.1.2004 Der Klimawandel kann in einzelnen Regionen eine besonders starke Erwärmung, in anderen eine Abkühlung zur Folge haben. Grund dafür sind Verschiebungen der grossräumigen Wind-zirkulation und der Grosswetterlagen.

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