Alles in Butter?!

Hochtour-Zeit: Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. In 5 Minuten gehts ab auf den Zug, Ziel Martigny und dann ins Trientgebiet mit den herrlichen Gipfeln und Gletschern -immer auf über 3000 m. Proviant für 5 Tage einpacken, hinein, heraus, Gewicht im Hinterkopf; Nachschub in den Hütten sollte möglich sein. Butter? Trockene Darvida und Knäckebrot vor geistigem Auge: ja, 250 g in den Rucksack.

Der erste Tag verläuft normal, mit Mittagessen im Tal, wenig Proviantbedarf. Zweiter Tag ist Sandwich-Tag, jene, die noch aus der Zivilisation des Unterlandes stammen. Am dritten Tag gehts los. Meine Butter erreicht einen unvorstellbaren Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad und nimmt beim Picknicken einen zentralen Punkt ein. Warum wohl? Erst als unsere erfahrene Bergführerin Käthi mein «Mödeli Anke» als Seltenheit bezeichnet, schwant mir: Meine Butter ist hier oben eine Rarität und macht deshalb von sich reden. Übrigens ist die Kletterei nach den jeweils reichlich bebutterten Broten für die ganze Gruppe wie geschmiert gelaufen. Und auch bei der nächsten Hochtour wirds für meinen Proviant wieder heissen: Alles in Butter?!

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