Aussen vielfältig, innen funktional. Hütten-Um- und Neubauten

Hütten-Um- und Neubauten

Aussen vielfältig, innen funktional

Diesen Sommer werden nicht weniger als sieben SAC-Sektionen Neu- oder grössere Umbauten ihrer Hütten einweihen. Im Normalfall sind es nur etwa zwei bis drei pro Jahr. Grund genug, einen Blick auf diese Bauten zu werfen und aufzuzeigen, welche Lösungen dabei gewählt wurden.

Wie stark beim Hüttenbau Emotionen und der Zeitgeist mitspielen, zeigen die Titel von Artikeln, welche die ALPEN in den letzten Jahren publiziert haben: « SAC-Hütten im Wandel der Bedürfnisse » ( 3/2006 ) oder « Hütten – die Seele des SAC im Wandel » ( 6/2007 ). Am augenfälligsten ist der Wandel beim äusseren Erscheinungsbild. Dabei lehnen die einen die neuen Bauten zum Teil als eine Verschandelung der Natur ab, andere preisen sie als einen wertvollen Akzent moderner Architektur. Die sieben dieses Jahr abgeschlossenen Um- und Neubauten von Hütten ( vgl. Bilder ) könnten ein ähnliches Echo auslösen.

Der Anbau der Terrihütte der Sektion Piz Terri fällt dadurch auf, dass er nicht auffällt. Der markante Anbau des Architekten Gion A. Caminada ist nicht auf Anhieb erkennbar. Die murale Bauweise und die Loch-fassade der traditionellen Berghütte sind bei der Hülle übernommen, das Baumaterial ( Steine ) wurde vor Ort abgebaut, womit die Einschränkung der leichten Transportgewichte umgangen werden konnte.

Die Cabane des Vignettes der Sektion Monte Rosa führte der Architekt Michel Perraudin bis auf den Rohbau zurück und gestaltete das Innere neu. Der Erweiterungsbau ist eine unspektakuläre Verlängerung der bestehenden Hütte und, ähnlich wie bei der Terrihütte, zum Teil mit örtlich abgebauten Steinen verkleidet. Diese wichtige Hütte an der Walliser Haute Route stand im Frühjahr bereits wieder zur Verfügung, rechtzeitig zur Patrouille des Glaciers.

Vielfalt an klaren Formen

Die äussere Gestaltung der Bauten der letzten Jahre zeigt eine Vielfalt neuer Formen, getreu dem Leitbild, nach dem der SAC offen für innovative architektonische Lösungen ist. So stellt die neue Capanna Corno-Gries in Form einer umgekehrten Pyramide sicher einen Blickfang in der Landschaft dar. Der Eingriff bei der Terrihütte ist dagegen weniger augenfällig, da hier die Fassade mit vor Ort abgebauten Steinen verkleidet wurde – eine Vorgehensweise, die immer weniger zum Einsatz kommt. Andere Ergänzungsbauten, wie beispielsweise der bei der Täschhütte, heben sich bewusst vom älteren Gebäudeteil ab. Trotz der Vielfalt der äusseren Erscheinung bedienten sich alle Architekten einer klaren und einfachen Formensprache.

Effiziente Betriebsabläufe und Behaglichkeit

Bei der inneren Struktur und den be-trieblichen Abläufen, die weniger sichtbar, aber für die Führung der Hütten und das Wohlbefinden der Gäste sowie die ökologische Nachhaltigkeit entscheidend sind, haben sich klare Grundsätze herauskristallisiert.

So achtet der SAC auf effiziente Be-triebsabläufe. Die zweckmässige Gestaltung der Wohn- und Arbeitsbedingungen des Hüttenpersonals ist zudem bei Foto: Michel Perr audin Foto: Toni Trummer

Feedback