Bergfahrt in Amden

Sie sind die beiden einzigen Bergsteiger, denen die Erstbesteigung zweier Achttausender geglückt war: die Österreicher Hermann Buhl und Kurt Diemberger. Am 27. Juni 1957 versuchten sie gemeinsam, die Chogolisa (7654 m) im Karakorum zu besteigen; im Sturm geriet Buhl etwas neben der Spur zu weit auf eine Wechte hinaus, worauf sie abbrach. 1954 war Buhls Autobiografie Achttausend drüber und drunter erstmals erschienen; in späteren Auflagen schildert Diemberger das Ende eines der grössten Alpinisten des letzten Jahrhunderts; auf einer der Fotos sieht man das Loch in der Wechte.

Am Samstag, 21. April 2012, stellt Kurt Diemberger an der «Bergfahrt» im Gemeindesaal in Amden hoch über dem Walensee sein jüngstes Buch vor: Unterwegs zwischen Null und Achttausend. Bilder aus meinem Leben (AS Verlag, Zürich). Ein grosses Jubiläum für ein kleines: Diemberger ist am 16. März 80 Jahre alt geworden – und die von Emil Zopfi angeregte und organisierte «Begegnung mit alpiner Literatur» findet zum fünften Mal statt.

Auftakt zur alle zwei Jahre stattfindenden Veranstaltung ist die Lesung des «Geburtstagskinds» Kurt Diemberger, die Alpinistin und Autorin Karin Steinbach Tarnutzer befragt ihn.

Schwerpunkt ist der Frauenalpinismus. Den Auftakt macht die Journalistin und Fotografin Caroline Fink mit einer Multimediapräsentation, gefolgt von Texten von Annette Frommherz und Maya Albrecht. Patricia Purtschert stellt ihr Buch Früh los. Im Gespräch mit Bergsteigerinnen über 70 vor, drei der porträtierten Alpinistinnen sprechen selbst: Silvia Metzeltin, Heidi Schelbert und Ruth Steinmann. Caroline Fink befragt ein Gespräch über die Rolle der Frauen im Alpinismus; mit dabei ist Christelle Marceau, einzige Frau im SAC-Expeditionsteam.

Das Finale der diesjährigen Frühlingsliteratour ist ein Theaterstück nach einem gebirgigen Text: diesmal nach dem Älplerroman Sez Ner von Arno Camenisch, inszeniert von Schauspieler Gian Rupf und Akkordeonist Hans Hassler.

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