Besuch beim slowenischen Alpenverein

Besuch beim slowenischen Alpenverein

Seit einigen Jahren pflegt die SAC-Hüttenkommission intensivere Kontakte mit den Hüttenverantwortlichen der benachbarten Alpenvereine und hält dazu jährlich eine Kommissionssitzung in ausländischen Hütten ab. Nach Besuchen in Österreich, Italien und Frankreich folgte die SAC-Hüttenkommission 1996 einer Einladung des slowenischen Alpenvereins und besuchte einige Hütten in den Julischen Alpen. Dabei ergab sich die Gelegenheit, während einer mehrtägigen Bergtour den Triglav-Nationalpark kennenzulernen.

Slowenien ist seit der Auflösung von Jugoslawien 1990 ein unabhängiger Staat. Es ist ungefähr halb so gross wie die Schweiz und hat ca. 2,1 Mio. Einwohner. Der slowenische Alpenverein - er gehört übrigens auch der UIAA an - zählt rund 200 Sektionen und ungefähr 90000 Mitglieder. Allein im Triglav-Nationalpark besit- wurde der Park praktisch auf das gesamte in Slowenien liegende Gebiet der Julischen Alpen ausgedehnt und als Triglav-Nationalpark gesetzlich verankert. Der Park umfasst ein ca. 20 km2 grosses, absolut geschütztes Naturschutzgebiet ( Kernzone ) und eine um das Mehrfache grössere, landwirtschaftlich genutzte Aussenzone. Weil die Julischen Alpen ganz aus Kalk bestehen, ist die Flora im Triglav-Nationalpark ausserordentlich vielfältig.

Dank der Einladung und der Unterstützung des slowenischen Alpenvereins konnten die Mitglieder der SAC-Hüttenkommission auf einer mehrtägigen Gebirgswanderung auf gut markierten Pfaden den Triglav-Nationalpark vom Savatal ins Vratatal durchqueren und auf einem luftigen Klettersteig den Triglav, den mit 2864 m höchsten Gipfel der Julischen Alpen, besteigen. Wie bei uns in der Schweiz kann das Wetter in den Julischen Alpen sehr wechselhaft sein. So waren uns Dauerregen, Sonne und Schnee beschert! Dennoch - nur die verhältnismässig aufwendige Anreise von der Schweiz aus kann einen davon abhalten, den Triglav-National-park häufiger zu besuchen.

Peter Haas, SAC-HüttenkommissionDie Nordwand des Triglav ( 2864 m ), des höchsten Berges der Julischen Alpen

/on Hütten und Biwaks

hen vom Kamin, der aus Neuchâtel kommt ), besteht - über dem Kellergeschoss aus Beton - ganz aus Holz. Sie bietet 50 Personen Platz, ihre Kapazität könnte aber dank der grosszügigen Ausmasse ohne weiteres stark erweitert werden. Ein weiterer Grund zur Zufriedenheit muss besonders erwähnt werden: Der ursprüngliche Kostenvoranschlag von Fr. 1 250000 konnte eingehalten werden. Dadurch kann die Sektion bereits mit der Planung eines Winterraums beginnen, dessen Einrichtung ursprünglich zu einem späteren Zeitpunkt vorgesehen war. In diesem Zusammenhang muss der eindrückliche freiwillige Einsatz der Clubmitglieder erwähnt werden.

Ein zusätzlicher Grund zur Freude ist die harmonische Zusammenarbeit zwischen den Behörden von Orsières und der Sektionskommission. Sie brachte den Präsidenten der Gemeinde und Bürgergemeinde Orsières dazu, im Sektionsbulletin die folgenden Worte zu schreiben: « Im Namen der Gemeindebehörde von Orsières danke ich der Sektion Neuchâteloise des SAC, der für den Bau zuständigen Kommission sowie allen Personen, die am Erfolg des Projekts beteiligt waren. » Besonders grosser Dank geht an die Architekten Stéphane de Montmollin und Brigitte Widmer und an die Hüttenkommission des SAC für ihre Hilfe und ihre wertvollen Ratschläge. Hoch lebe unsere neue Hütte - sie ist für das nächste Jahrhundert gerüstet!

Claude Monin, Präsident der Sektion Neuchâteloise ( Ci ) m

tifugi e bivacchi

ibanes et bivouacs

Feedback