Das erste Treibhausgas-Experiment

Vor 150 Jahren präsentierten die Engländer Charles Darwin und John Tyndall zwei bedeutende Entdeckungen. Darwin veröffentlichte seine Evolutionstheorie, was ein riesiges Echo auslöste. Das von Tyndall entdeckte Phänomen erfuhr dagegen nicht eine solche Resonanz, auch wenn es heute ebenfalls heftig diskutiert wird. Doch was hatte der Physiker und bekannte Alpinist 1859, zwei Jahre vor seiner Erstbesteigung des Weisshorns, herausgefunden? Er hatte erstmals experimentell gezeigt, dass die in der Atmosphäre vorhandenen Gase wie Kohlendioxid oder Methan sowie Wasserdampf Wärmestrahlung absorbieren. Er erkannte, dass dieser Zusammenhang für die Erklärung von meteorologischen Erscheinungen wie der nächtlichen Abkühlung, der Bildung von Tau sowie Frost und möglicherweise für Variationen des Klimas in der Vergangenheit von Bedeutung ist. Damit war auch der Treibhauseffekt, den der Franzose Joseph Fourier bereits früher postuliert hatte, im Labor nachgewiesen. Ende des 19. Jahrhunderts bezifferte dann der Schwede Svante Arrhenius erstmals den Treibhauseffekt genauer. Tyndall selbst ging davon aus, dass Wasserdampf entscheidend ist für die Wärmespeicherung auf der Erde. Er sah darum auch nicht den Zusammenhang, dass der massive Ausstoss von Kohlendioxid zu einer Erwärmung der Erdatmosphäre führen könnte.. " " .Vielleicht hätte ihn diese Einsicht tief beunruhigt, denn er hätte erkennen müssen, dass auch seine geliebten Gletscher gefährdet sind. a Christoph Meier, Redaktor

Korrigenda

Rumänienkenner werden sich gewundert haben: In den ALPEN 5/09 präsentierten wir das Rezetat-Gebirge – das so wohl niemand finden würde. Denn es heisst richtig Retezat, was auf Rumänisch in etwa « abgeschnitten, geköpft » bedeutet. a Redaktion

Feedback