Das Image eingekauft

Zwischen SAC und Axpo sei eine Partnerschaft entstanden, wird verkündet. Das Firmenzeichen der Axpo ist auch schon überall präsent. Wo « SAC » steht, steht auch « Axpo », als wäre es Vor- und Nachname oder ein Schattenwurf. Die Axpo präsentiert sich als engagiertes Unternehmen, das um den zu Recht als bedrohlich wahrgenommenen Klimawandel besorgt ist. Als SAC-Mitglieder und Bergbegeisterte sollte uns diese Unterstützung willkommen sein. Doch bei mir will sich keine Freude einstellen. Wenn der Axpo das Überleben der Gletscher und Bergwelt wirklich so wichtig ist, sollte ihr die Natur grundsätzlich am Herzen liegen. Wie aber kann eine Firma, die Atomkraftwerke betreibt und neue plant, glaubhaft die Natur schützen? Der Atommüll, der produziert wird, soll mindestens 1 000 000 Jahre « sicher » gelagert werden, um die Natur – und dazu gehören auch wir Menschen und die Gletscher – nicht zu gefährden. Ein Vergleich: Der älteste archäologische Fund eines biologisch modernen Menschen ist gerade mal 160 000 Jahre alt! Alltägliche Bauten aus modernen Materialien müssen nach Jahrzehnten teuer und aufwendig saniert oder ersetzt werden. An die Machbarkeit eines « sicheren » Endlagers zu glauben, ist eine wahrhaft naive Vorstellung. Mir scheint, dass sich die Axpo ein naturfreundliches Image kaufen will, damit sie erfolgreich ihre Atomprojekte realisieren kann. Geht es dem SAC denn finanziell so schlecht, dass eine solche « Partnerschaft » nötig war? Oder wurde ihm so viel Honig um den Mund gestrichen, dass er im benommenen Zustand einwilligte?

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