Den Gipfel auswählen − die strategischen Ziele bestimmen

Als Bergsteiger fragen wir uns, welchen Berg wir besteigen wollen und welche Route hinauf wir wählen. Dies bestimmt dann die Ausrüstung und den Inhalt des Rucksacks. Auch der Zentralvorstand (ZV) als Führungsorgan muss sich von Zeit zu Zeit fragen, wohin er will. Seit September läuft dieser Strategieprozess: Welche Ziele will der SAC erreichen, und welche Strategien wählt er dafür? Dies entscheidet, welche Massnahmen und Mittel dazu nötig sind. An der Jubiläums-AV im Juni 2013 will der ZV ein Leitbild- und Strategiepapier 2020 vorlegen.

Wie soll sich der Bergsport im SAC entwickeln? Soll der Club weiterwachsen? Wie kann die Finanzierung der Hütten gesichert werden? Diese und andere Fragen verlangen nach Antworten. Vorab braucht es eine Analyse. Ein Teil der aktuellen Analyse ist die Mitgliederbefragung (siehe Seite 32). Aber auch die Entwicklungen im Umfeld des SAC müssen hier einfliessen. Hält der Boom der Outdoorsportarten an? Welche Auswirkungen hat der Klimawandel auf die Berge und den Bergsport? Oder: Wird Sportklettern olympisch?

Wir sind überzeugt: Wir müssen den SAC nicht neu erfinden. Aber wir müssen einige Punkte klären. Stichworte sind: Hüttenbetrieb und -finanzierung, die Doppelrolle Nützen und Schützen und die Bedeutung des Leistungssports. Der ZV hat die groben Ziele formuliert. Die Präsidentenkonferenz hat am 5. November in einem Workshop Stellung dazu genommen.

Erfreulich ist: Wir können diese Diskussion ruhig angehen, der Verband ist in einer recht komfortablen Lage. Das Mitgliederwachstum hielt 2011 unverändert an. Am wichtigsten ist aber, dass viele unter Ihnen, liebe SAC-Mitglieder, nicht bloss von den Dienstleistungen des SAC profitieren wollen. Nein. Sie sind auch Mitglied im SAC, weil Sie den SAC und seine Aktivitäten gut finden und ihn dabei unterstützen wollen. Dafür danken wir Ihnen und wünschen Ihnen frohe Festtage und einen guten Winter.

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