Die Lawine – Ich bin drunterdrindraussen

Als am Oberalppass eine Lawine über Monika Leuthold donnert, trägt sie kein LVS. Bei Bewusstsein und komplett verschüttet, erkennt sie: So wird ihr Leben enden. Dann das Unfassbare: Nach 30 Minuten scheint die Sonne auf ihr Gesicht, Angehörige und Rega haben sie ausgegraben. Nach dieser Rettung erwartet die Gerettete jedoch nicht neues Lebensglück, sondern ein beschwerlicher Weg – vom akzeptierten Tod zurück ins Leben. Im Buch Die Lawine – Ich bin drunterdrindraussen fasst sie diesen Weg in Worten und Bildern zusammen.

Die Pflegefachfrau wendet sich dabei ohne geschliffene Sätze an die Lesenden, bietet keinen sprachlichen Höhenflug. Dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – geht ihr Text unter die Haut. Sie findet für das kaum Fassbare einfache Worte. Kompromisslos öffnet sie sich ihren Gefühlen und vermittelt sie der Leserschaft und dies auf bemerkenswert unaufgeregte Weise: nie aufdringlich, nie sich selbst bemitleidend, aber immer ehrlich und voller Lebenskraft.

Es ist ein eindrückliches Buch, das vom Diesseits ins Jenseits und wieder zurück führt. Ein Buch, nicht nur für jene, die mehr über spirituelle Nahtod-erlebnisse erfahren möchten, sondern auch für alle, die sich für die unbändige Leidenschaft des Lebens interessieren. Und dafür, worauf es (vielleicht) wirklich ankommt.

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