Die sanfte Reise zum Berg. Mobilitätskampagne des SAC

Der Bergsport gehört zu jenen Freizeitaktivitäten, die eine hohe Mobilität erfordern. Die geplante Mobilitätskampagne des SAC zielt zur Hauptsache darauf ab, den Bergsportlern das Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr zu erleichtern. Der damit angestrebte Schutz der Gebirgswelt ist gemäss Leitbild eine zentrale Aufgabe des SAC.

Die SAC-Kommission Schutz der Gebirgswelt beschäftigt sich seit längerem mit dem Thema Mobilität.1 Die neue Kampagne, der Vorbildfunktion des SAC entsprechend, zielt darauf hin, sowohl die Sektionen als auch alle Bergsportler dank neuen Angeboten zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu animieren. Dazu arbeitet der SAC mit verschiedenen Partnern wie SBB, Verkehrsclub der Schweiz VCS und der Stiftung «Save the Mountains» zusammen; weitere Partner sind an einer Mitarbeit interessiert. Da die Finanzierung der Kampagne hauptsächlich über Dritt-mittel (staatliche Förderung, Partner, Sponsoren, Stiftungen) erfolgt, wird dem SAC nur ein kleiner Anteil verbleiben.

Ziel des vom SAC geplanten «Reiseberaters» ist, alle wichtigen Informationen der Anreise zu den Ausgangspunkten der SAC-Hütten und anderen bergsportlichen Zielen als kompaktes Vademecum in Heftform und -für die Nutzer besonders interessant - auf dem Internet anzubieten. Dort sollen per Suchbegriff sämtliche Informationen der Transportkette von der Haustüre bis zum Ausgangspunkt in den Bergen zusammengetragen werden, von den Fahrplänen bis zur Telefonnummer des Alpentaxi-Betreibers, von Mountainbike-Ver-mietungen über Mobility-Standorte hin zu Gepäckaufbewahrungsmög-lichkeiten, Tipps zur Planung und besonders attraktive Überschreitungstouren.

Die Tageskarten der SBB sind seit längerem bekannt. Seit letztem Jahr existiert ein spezielles Tageskarten-Angebot für SAC-Mitglieder.2 Zusätzlich gibt es die hauptsächlich vom VCS vertriebenen GA-Flexis, die aber in der Anzahl begrenzt und nur an einem vorbestimmten Tag gültig sind.

Wer als Bergsportler mit den öV unterwegs ist, für den sind Tageskarten häufig zu wenig attraktiv. Um eine Tour geniessen zu können und auch das Hüttenerlebnis voll auszukosten, müsste man meistens eine Zweitageskarte haben. Und genau hier hakt der SAC ein: Die Kommission Schutz der Gebirgswelt und das Ressort Marketing sind im Gespräch mit den SBB, ob nicht eine Zweitageskarte, speziell für Bergsteiger, geschaffen werden könnte. Die bis jetzt positiv verlaufenen Verhandlungen stimmen optimistisch: Wir hoffen, dass wir schon bald über dieses neue Angebot berichten können.

Feedback