Die SSAF und der Mount Everest

Die überaus erfolgreiche Everest-Expedition von 1956 ( vgl. den vorangehenden Beitrag ) wurde von der Schweizerischen Stiftung für Alpine Forschungen ( SSAF ) in Zürich1 organisiert und finanziert. Diese Stiftung rüstete in den Vor-und Nachkriegsjahren insgesamt elf Expeditionen aus.

1 SSAF: Schweizerische Stiftung für Alpine Forschungen, Binzstrasse 23, CH-8045 Zürich, Tel. 01/461 01 47 Aufstiegsroute auf Everest und Lhotse mit Basislager ( B ) auf 5450 m, Lager I auf 5850 m, Lager II auf 6150 m, Lager III auf 6500 m, Lager IV auf 6950 m, Lager V auf 7500 m, Lager Via auf 7870 m, Lager Vlb auf 7880 m und Lager VII auf 8400 m 2 am 23. Mai 1956, Zweitbesteigung ( nach derjenigen durch die britische Expedition von 1953 )'am 24.. " " .Mai 1956, Drittbesteigung Bei einem Erkundungsauf-stieg über die steilen Platten des Gelben Bandes Alle SW-Fotos und die Zeichnung aus: Eggler, Albert: Gipfel über den Wolken. Hrsg. SSAF, Bern 1956 Expeditionsziele waren die Gebiete des Gharwal ( 1939, 1947, 1950 ), des Karakorum ( 1947 ), des Tibesti ( 1948 ), des Nepal Himalaya ( 1949 ), Baffin Island in der kanadischen Arktis ( 1950, 1953 ) und der Mount Everest ( Frühjahr und Herbst 1952 sowie 1956 ).

Abgesehen von der erfolgreichen Expedition von 1956 stiessen seinerzeit vor allem die sog. Genfer Expeditionen ( 1952 ) auf ein grosses Echo, ging es dabei doch um die Erstbesteigung des höchsten Berges der Welt.

Die Schweizerische Stiftung für Alpine Forschungen hat sich seither immer wieder mit dem Gebiet des Himalaya und insbesondere des Mount Everest befasst. Die neben der Bücherreihe « Berge der Welt » der fünfziger und sechziger Jahre wohl bedeutendste Publikation, an der die SSAF massgeblich mitwirkte, ist die Mount-Everest-(Lhotse-)Karte ( 1:50000 ), die in Zusammenarbeit mit Werner Altherr ( Swissair Photo und Vermessung ) und dem National Ceo-graphic Magazine ( USA ) entstand. Nach einer ersten Herausgabe der Karte durch die National Geographie Society aus Anlass ihres hundertjährigen Bestehens ( 1988 ) publizierte sie die SSAF drei Jahre später in eigener Regie. Dabei wurde die Rückseite mit einer Vergrösserung des zentralen Everest-Gebietes im Massstab 1:25 000 ergänzt und gleichzeitig wurden auch alle Routen auf den höchsten Berg der Welt eingezeichnet.

Heute beteiligt sich die Stiftung u.a. an den von Dr. Bradford Washburn organisierten GPS-Messun-gen am Mount Everest, die durch regelmässige Wiederholung Aufschluss über das Wachstum des Eve- rest-Massivs geben sollen. Es wird vermutet, dass sich das Massiv durch den Aufprall der indischen Subkontinen-talplatte auf die asiatische Platte immer noch jährlich im Zentimeterbereich hebt.

Eine etwas andere Stossrichtung weist eine ebenfalls von der SSAF unterstützte und sich in Arbeit befindende Studie eines nepalischen Doktoranden ( Toronto und Bern ) auf, die sich mit den ökologischen Aspekten des Trekking- und Expeditionstourismus im Mount-Everest-Nationalpark und mit den hier künftig zu verfolgenden Entwicklungsstrategien befasst.

Neben ihren Aktivitäten um den Mount Everest hat die SSAF immer noch zahlreiche andere Projekte verfolgt und unterstützt. Dabei ist sie vor allem im Bereich der Kartographie tätig gewesen. So entstanden die Karten Garhwal-Himalaya und Sikkim-Himalaya ( 1:150000 ) und die Karako-rum-Karte ( 1:250000 ).

Gem. Mtlg. SSAF Im Labyrinth des Khumbugletschers vor dem Ausstieg in den Firntrog des West-beckens ( West-Cwm )

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