Eiger extrem Das Rennen um die Nordwand-Direttissima

Am 25. März 2016 jährte sich der historische Durchstieg der Eiger-Nordwand auf der ersten Direktroute zum 50. Mal. Am dramatischen Unterfangen im Februar 1966 waren zeitgleich zwei Bergsteigerteams beteiligt: Das eine stand unter der Leitung des Amerikaners John Harlin; das andere bildeten acht vergleichsweise unbekannte Kletterer aus Deutschland. Harlin plante einen schnellen Aufstieg im Alpinstil, während die Deutschen die Wand langsam und beharrlich durchsteigen wollten. Über die nächsten fünf Wochen spielte sich in der berüchtigtsten Wand der Alpen ein aussergewöhnliches Drama ab. Das Geschehen wurde von der Kleinen Scheidegg aus beobachtet, unter anderem von Harlins Sohn.

Das Buch dürfte vor allem in angelsächsischen Alpinkreisen von Interesse sein, auch wegen Harlins Tod durch den Seilriss. Alpinhistorisch ist es aber durch den Zusammenschluss der amerikanisch-englischen Seilschaft mit der deutschen von spezieller Bedeutung. Der AS Verlag hat bereits zwei andere Bücher zum Eiger herausgegeben: Im Buch Eiger – die vertikale Arena lässt Daniel Anker die wechselvolle Geschichte von 150 Jahren Eigerbezwingung Revue passieren; Eiger – Triumphe und Tragödien schildert die aufwühlenden 1930er-Jahre mit dem tragischen Wettrennen um die Eroberung der 1800-Meter-Wand.

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