Ein Kompromiss ist möglich!

Zweifellos! Es gibt wichtigere Faktoren für die Klimaerwärmung als das Heliskiing und andere touristische Gebirgs-flüge. Aber immerhin werden pro Jahr 35000 Flüge von Helis und Flächenflugzeugen auf die 42 Gebirgslandeplätze ( GLP ) vom BAZL registriert. Das ist nicht wenig. Die Frage stellt sich, ob diese touristischen Flüge heute wirklich noch opportun sind! Ist es vertretbar, eine kleine « Umweltsünde » zu verteidigen, die nur dem Vergnügen einiger weniger dient? Der Einsatz von Helikoptern als Arbeits- und Rettungsinstrument ist unbestritten und sinnvoll. Als Alpinisten und Alpinistinnen aber betrachten wir das Erreichen eines Gipfels mit Rotorunterstützung als unethisch und unfair. Auch auf ihrem Anflug auf die GLP stört der Helilärm nicht nur jene, die den Gipfel « by fair means » erklimmen, sondern auch Alpenbewohner/-innen und Tiere sowie Touristen, die Ruhe und Erholung in den schönsten Tälern der Schweiz suchen. Mountain Wilderness sucht den Kompromiss in einer stufenweisen, aber doch substanziellen Reduktion der touristischen Flugbewegungen bis ins Jahr 2020. Dies wird nur mit der ersatzlosen Aufhebung von GLP in den Schutzgebieten des Bundes ( BLN ) und im Welterbe Jungfrau-Aletsch möglich sein. Dies wäre ein wichtiger und längst fälliger Beitrag zur Ruhe und Stille in den Schweizer Alpen.

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