Ein Rennen der Rekorde Patrouille des Glaciers 2000

Fast 2400 Teilnehmende und drei Schweizer Grenzwächter, die in wenig mehr als sieben Stunden von Zermatt nach Verbier eilten, drückten der Patrouille-des-Gla-ciers-Ausgabe 2000 den Stempel eines Rekordrennens auf. Trotz der grossen Beteiligung und der sportlich hoch stehenden Leistung ist zu bedauern, dass dieser grösste und bedeutendste Skialpinismuswettkampf der Schweiz einen Kurs einschlägt, der weit von den Ideen des SAC und der ISMC entfernt ist.

Nicht nur die Rekordzeit von 7 Std. 03 Min. 44 Sek. (bei verlängertem Routenverlauf in Zermatt!) ist bemerkenswert, sondern die Leistungen überhaupt. Bei den Männern kamen acht Teams unter acht Stunden ins Ziel, und bei den Frauen schafften es zwei Teams in weniger als zehn Stunden. Ein weiterer Rekord: Bei den Frauen waren 400 Teams am Start.

Die unmittelbare Zukunft der Patrouille des Glaciers ist gesichert, obschon das Rennen ein Kind der Armee ist, die in einer tief greifenden Reformphase steckt. Ende April 2002 wird der Startschuss zum nächsten Rennen fallen. Ist es utopisch zu hoffen, dass sich die Veranstaltung im neuen Jahrtausend ein Reglement gibt, das allen Mannschaften die gleichen Chancen einräumt, wie das andere Rennen im In- und Ausland auch tun? Ist es utopisch zu hoffen, dass es - wie in einigen Rennen in Italien - statt einer mehrere Kategorien (Alpin- oder Patrouillenski) gibt?

Wenn diese Utopie wahr würde, wäre die Patrouille des Glaciers wieder näher am Kurs von SAC und ISMC.

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