Eine Frühlingsausgabe?

Und schon ist der Frühling da, eine Jahreszeit, die für Übergang, Erneuerung und auch Hoffnung steht. Aber werden wir dieses Jahr einen richtigen Frühling erleben? Wer weiss! Ein bekannter Spruch sagt, dass der Frühling dem Untergang geweiht ist, sind die Monate Februar und März zu warm. Mein Grossvater behauptet sogar, es gebe keine Jahreszeiten mehr...

Es scheint jedenfalls, dass jeder seine eigene Theorie zum Wettergeschehen hat. Und einige – wie die « Wetterschmöcker » – haben daraus ein unterhaltsames Spektakel gemacht. Entdecken Sie ihre Wettervorhersagen auf Seite 26.

Aber zurück zu meinem Grossvater. Seit Jahren notiert er die Kapriolen des Wetters sorgfältig in einem kleinen Heft: heisse Tage, strenge Winter, heftige Gewitter. Eine Informationsfl ut für jemanden, der sich für klimatische Änderungen interessiert. Eine kürzlich erfolgte Studie der Universität Bern (siehe Seite 20) stützt sich auf Malereien des 19. Jahrhunderts, um die Entwicklung der Gletscher im Lauf der Zeit zu bestimmen. Vielleicht werden die Jahreszeiten irgendwann wirklich verschwinden, die Gletscher der Vergangenheit angehören und die Weihnachtsfeste schneelos bleiben. Feiern wir also diesen Frühling, und geniessen wir, solange es möglich ist, den Walzer der Jahreszeiten, der unser Leben prägt. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre dieser Frühlingsausgabe, die hoffentlich so frisch und überraschend daherkommt wie ein schöner März.

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