Ergänzende Berichte der Ressorts

Alpinismus Ausbildung und Touren

Das Jahr 1998 stand ganz im Zeichen des von der AV 98 verabschiedeten neuen Ausbildungskonzepts ( vgl. ALPEN 1/99 ), mit dessen Umsetzung sofort begonnen wurde. Ausbil-dungsbeauftragter ( 50%-Stelle ) wurde Emanuel Wassermann. Zu den Bestandteilen des Konzepts gehörte auch die Reorganisation der Kommis-sionsstrukturen. Die Kommissionen Winteralpinismus, Sommeralpinismus, Wandern Alpin und Alpinismus wurden, mit bestem Dank an die Präsidenten und Mitglieder für ihren Einsatz zugunsten der alpinen Ausbildung, aufgelöst. An die Stelle der genannten Kommissionen treten eine Ausbildungskommission und eine Tourenkommission. Erstere konnte im Dezember vom Zentralvorstand gewählt werden, die Tourenkommission muss noch geschaffen werden. Die Sportkletterkommission wurde zusammen mit der Kommission Skialpinismus in das neu geschaffene Die Verantwortlichen im Ressort Alpinismus ( Stand 1.1.99 ):

- Peter Siegrist, Mitglied Zentralvorstand, Ressortleiter - René Brinkmann, Präsident Kommission Ausbildung - Dr. Jürg Schweizer, Präsident Jugendkommission -Silvan Bordogna, Präsident Bergführerkommission Der SAC als der Ausbildner im alpintechnischen Bereich.

Das ist das Ziel des neuen Ausbidungskonzepts.

Ressort Leistungssport transferiert und erhält die Funktion einer Technischen Kommission Wettkampfklettern.

Jahresprogramm Die Erstellung des Jahresprogramms 1999 erfolgte noch im Rahmen der alten Kommissionsstruktur. Am Kurs- und Tourenangebot 1998 des Zentralverbandes nahmen rund 1500 Personen teil. Die Fig. ( vgl. S. 28 ) zeigt, welche Bereiche wieviele Teilnehmer aufwiesen. 1998 wurden neu ein Winter-Wanderleiterkurs, ein Tourenleiterkurs Sportklettern sowie verschiedene Kurse Natur und alpine Umwelt durchgeführt. Seit dem I.Ju-li 1998 wird das Kurs- und Touren-marketing auf der Geschäftsstelle mit grossem Engagement von Elisabeth Müller betreut.

Jugend Einen Schwerpunkt der Jugendarbeit von 1998 bildete das Familienbergsteigen.

Über 350 Teilnehmer haben die bewährten J+S-Ausbildungskurse absolviert. Neben den bereits bekannten Hüttenwochen konnten 1998 erstmals Work&Climb-Wochen mit Klettern und Arbeiten rund um eine SAC-Hütte angeboten und durchgeführt werden. Im Einkaufszentrum Glattbrugg hatte die SAC-Kletter-wand im Rahmen der Veranstaltung « Swiss Olympics for Kids » einen vielbeachteten Auftritt: Während zehn Tagen konnten Besucher ihre Kletterkünste ausprobieren. Ausserdem wurde die Kletterwand bei zahlreichen weiteren Anlässen benutzt.

Bergführer In der Bergführerkommission übernahm per Ende des Jahres Silvan Bordogna als Nachfolger von Erna-nuel Wassermann das Präsidium. Den Bergführer-Aspirantenkurs haben 1998 31 Teilnehmer, darunter 6 SAC-Teilnehmer bestanden. Den Bergführerkurs haben 39 Kandidaten und 2 Kandidatinnen erfolgreich abgeschlossen.

Leistungssport

Wettkampfklettern Für das Ressort Leistungssport ergibt sich aus sportlicher und struktureller Sicht eine positive Bilanz. In internationalen Wettkämpfen waren sowohl die Jugend-und-Junioren-Nationalmannschaft als auch das Elite-Kader erfolgreich. Neben der Betreuung des Wettkampfbereichs Die Verantwortlichen im Ressort Leistungssport:

- Franz Stämpfli, Mitglied Zentralvorstand, Ressortleiter - Hanspeter Sigrist, Präsident Kommission Sport- und Wettkampfklettern - Peter Siegrist, Mitglied Zentralvorstand und bis 12.6.99 verantwortlich für den Skialpinismus - Félicien Mörel, Präsident Kommission Skialpinismus war das Ressort Leistungssport/Wett-kampfklettern von mehreren weiteren Schwerpunkten geprägt. Die interne Restrukturierung wurde erfolgreich abgeschlossen und bildet nun die leistungssportliche Basis, in der die Talent- und Nachwuchsförderung einen hohen Stellenwert haben wird, ohne den Spitzenbereich zu vernachlässigen.

Die Einführung und Institutionali-sierung der Regionalzentren, in denen der SAC-Nachwuchs sportlich und pädagogisch fundiert gefördert wird, ist auf guten Wegen, und in den ersten Regionalzentren wurde bereits mit den verschiedensten klet-tersportlichen Aktivitäten begonnen. Den erstmals durchgeführten Ver-bandstrainerkurs SAC haben vier Teil-nehmer/innen erfolgreich bestanden; ihr Tätigkeitsfeld wird sich jetzt auf diese Zentren konzentrieren.

Mit dem Boulderwettkampf in Crans Montana haben die örtlichen Organisatoren und der SAC einen bedeutenden internationalen Anlass in der Schweiz durchgeführt ( auch für 1999 vorgesehen ). Eine erfolgreiche nationale Wettkampfserie mit vier Swiss Cups und der Schweizer Meisterschaft hat viele Sportlerinnen und Sportler zur Teilnahme motiviert. Neben diesen nationalen Anlässen fand noch eine ganze Anzahl gut besuchter regionaler Wettkämpfe statt, die von engagierten Sektionen organisiert wurden.

Skialpinismus Im Rahmen der Schweizer Meisterschaft Skialpinismus wurde mit dem Diamir-Race im Diemtigtal ( BO ) 1998 erstmals ein solcher Wettkampf in der Deutschschweiz durchgeführt. Insgesamt starteten an den neun zur Schweizer Meisterschaft zählenden Rennen rund 2000 Teilnehmer.

Im November wurde aus den besten Athletinnen und Athleten eine Nationalmannschaft gebildet, die in der Saison 99 an der erstmals stattfindenden Europameisterschaft teilnehmen wird. Ebenfalls im November konnte die Kommission als Neuheit einen zweitägigen Trainerkurs anbieten.

Hütten / Natur Hütten

Von den im Jahr 1998 sich in Ausführung befindenden Projekten wurde der Umbau der Salbithütte ( Sektion Lindenberg ) abgeschlossen. Die Mitteilungen der Clubleitung umgebaute Baltschiederklause konnte im Juli, die Salbithütte im Oktober S eingeweiht werden. Der Umbau der 5 Maighelshütte ( Sektion Piz Terri ) und = der Geltenhütte ( Sektion Oldenhorn ) 5 erfolgt nach Plan. Die Hüttenkom-„, mission begleitet acht Sektionen bei ö ihren für die nächsten zwei Jahre vor-^ gesehenen Umbauprojekten. Sie be-30 gutachtete und genehmigte ausserdem 14 Subventionsbegehren für Unterhaltsarbeiten in der Höhe von Fr. 184 460..

Die Arbeitsgruppe Hüttenpolitik formulierte für die Abgeordnetenversammlung im Juni ein Grundsatzpapier « Neue Hüttenpolitik des SAC » und, nach dessen Genehmigung, eine erste Fassung des Hüttenreglements 2000 für die Präsidentenkonferenz im Herbst.

Neue Wegleitungen zur Beseitigung von Abwässern aus Berghütten werden von Mitgliedern einer Gruppe der Hüttenkommission und der Kommission Schutz der Gebirgswelt erarbeitet. Im Juni fand zu diesem Thema im Rahmen des Club Are Alpin eine Tagung der Mitglieder der europäischen Alpenvereine statt. Dieses Treffen zeigte, dass alle Alpenvereine dieselben Probleme haben und ähnliche Lösungen anstreben.

Nach langjähriger Mitarbeit in der Hüttenkommission sind Peter Haas, ehemaliger Kommissionspräsident, und Annamaria Albin, Hüttenwartin der Tuoi-Hütte, auf Ende des Jahres unter Verdankung ihres grosses Einsatzes aus der Kommission zurückgetreten.

Schutz der Gebirgswelt Die Arbeiten im Ressort wurden von der Kommission und dem Beauftragten Jürg Meyer nach dem 1997 aufgestellten Vierjahresplan weitergeführt. Bezüglich der SAC-internen Arbeit wurden bei der Information ( Ausbau der internen « SAC-Um-weltinfo », Beiträge in den ALPEN ), bei der Ausbildung ( neue Angebote ), im Bereich Sport und Umwelt ( Mobi- litätserfassung in den Sektionen und parallel dazu laufende Detailerhe-bung ), im Bereich Hütten ( Anregungen zur neuen Hüttenpolitik ) und beim erfolgreichen Pilotversuch mit den Work&Climb-Wochen ( Umweltarbeit und Bergsteigen ) Schwerpunkte gesetzt.

Bei der Arbeit über die SAC-Gren-zen hinaus nahmen wir unsere aktive Vermittlerrolle im Spannungsfeld Natursport-Naturschutz wahr. Wir äusserten uns kritisch zu diversen Projekten. Im Fall der Erschliessungen Rosenhorn ( BE ) und Fondei ( GR ) beantragten wir dem ZV eine ablehnende Stellungnahme, die dieser in beiden Fällen beschloss. In diversen Gremien, Arbeitsgruppen und Organisationen, die sich mit Natur- und Gebirgsschutz befassen, wurde aktiv mitgearbeitet. Ein beträchtliches Engagement wurde für das Projekt « Modellregion Göschenen » erbracht ( wo sich der Kommissionspräsident im Vorstand und der Beauftragte als Projektleiter einsetzen ).

Auf Ende des Jahres sind Konrad Teichmann ( VS ) und Renzo Sailer ( TI ) unter Verdankung ihrer langjährigen Mitarbeit aus der Kommission zurückgetreten.

Rettung / Medizin Rettung

Öffentlichkeitsarbeit, Unfallverhütung und die Reorganisation des Rettungswesens waren die Schwerpunkte der Kommissionsarbeit. Die Ausbildungskurse wurden in vollem Umfang durchgeführt, wobei als neues Die Verantwortlichen im Ressort Hütten I Natur - Dr. Thomas Tschopp, Mitglied Zentralvorstand, Ressortleiter -Renato Buzzini, Präsident Hüttenkommission - Franz Neff, Präsident Kommission Schutz der Gebirgswelt Element die Nachbearbeitung eines Unfalls ( d.h. die menschliche Verarbeitung eines Rettungseinsatzes durch den Retter und sein Umfeld ) hinzukam. Die Zusammenarbeit mit den Partnerorganisationen ist hervorragend.

Die Kantone und Gemeinden, aber auch die Tourismusorganisatio-nen anerkennen den hohen Stellenwert eines gut funktionierenden Rettungswesens. Um diese Arbeit auch in Zukunft sicherstellen zu können, braucht es noch vermehrt finanzielle Mittel.

Eine zweckmässige Ausrüstung, aber auch Öffentlichkeitsarbeit, wurde mit der Beschaffung von einheitlichen Rettungskleidern angestrebt. Gelb-Schwarz für die Retter und Blau-Grün für die Lawinenhundeführer fördern das Selbstwertgefühl der Retter.

An dieser Stelle sei allen Rettern für ihren Einsatz im Dienste der Mitmenschen gedankt.

Medizin Im zweiten Jahr des Bestehens der Medizinischen Kommission haben ihre Mitglieder in gebirgsmedizinischen Fragen zahlreiche Auskünfte gegeben und sind auch beratend tätig gewesen. Die Beliebtheit von Trekkings und Expeditionen rückt vermehrt höhenmedizinische Probleme in den Mittelpunkt, und teilnehmende Ärzte möchten Auskunft über die notwendige medizinische Ausrüstung.

Familienbergsteigen bietet Eltern und Kindern die seltene Gelegenheit, gemeinsam Sport zu treiben.

Vertreter der Medizinischen Kommission besuchten 1998 mehrere internationale Veranstaltungen der MedCom UIAA und der IKAR, weiter wurden sie zu einem Kongress der japanischen und der internationalen Gesellschaft für Gebirgsmedizin eingeladen, wo wertvolle Kontakte zu Ärzten aus Drittweltländern geknüpft werden konnten.

Das Exekutivkommitee der ISMM ratifizierte das von den MedCom UIAA und IKAR verabschiedete Papier über Mindestanforderungen für Ärztekurse in Gebirgsmedizin. Der SAC-Ärztekurs, der auch von den Mitgliedern der Medizinischen Kommission mitorganisiert wird, erfüllt diese Anforderungen und darf damit die Labels der UIAA/IKAR und ISMM tragen.

Auf nationaler Ebene fand im März der 9. SAC-Ärztekurs für Gebirgsmedizin auf dem Oberalppass mit über 50 Ärzten statt. Auf Grund der starken Nachfrage wird ab 1999 in Ergänzung zum Hauptkurs jedes Foto: Peter Donatsch Die neue Hüttenpolitik verlangt von allen Entscheidungsträgern im SAC Weitblick und Toleranz.

Jahr noch ein Refresherkurs angeboten. Dank dieser Kurse verfügen der SAC, weitere Organisationen ( wie Rega, Air-Glaciers, Air Zermatt ) und die Schweizer Armee heute über einen Pool von gebirgsmedizinisch geschulten Ärzten.

Der Präsident der Medizinischen Kommission besuchte regelmässig die Sitzungen der Rettungskommission und beriet diese in medizinischen Belangen. Eine weitere enge Zusammenarbeit, vor allem im Sinn einer Förderung der medizinischen Aus- c a Das Rettungswesen ist eine Aufgabe, die der SAC für die Öffentlichkeit erfüllt. Diese Botschaft muss noch stärker verbreitet werden.

Die Verantwortlichen im Ressort Rettung I Medizin - Adriano Censi, Mitglied Zentralvorstand, Ressorleiter - Louis Salzmann, Präsident Rettungskommission - Hans Jacomet, Präsident Medizinische Kommission Mitteilungen der Clubleitung und Weiterbildung der Rettungsleute ist ein wichtiges Anliegen der Medizi-S nischen Kommission. 5 Anstelle der zurücktretenden Präsidentin der SGGM ( Schweizerische 5 Gesellschaft für Gebirgsmedizin ), a, Karin Litscher, nahm der neugewähl-ô te SGGM-Präsident Grégoire Zen Ruf-^m finen Einsitz in die Medizinische 32 Kommission, und Adriano Censi trat als ZV-Vertreter an die Stelle von Thomas Tschopp.

Die Medizinische Kommission freut sich, allen SAC-Mitgliedern weiterhin für medizinische, insbesondere gebirgsmedizinische, Fragen zur Verfügung zu stehen.

schaftlichen Umfelds nochmals beträchtlich gesteigert werden. Dass gleichzeitig die Zahl der Nichtmitglie-derabos zugenommen hat zeigt, dass die ALPEN über den SAC hinaus weiter an Boden gewinnen.

Die auch auf Grund einer 1998 wirksam gewordenen Papierpreis-und massiver Portoerhöhung gestiegenen Kosten konnten durch die auf den 1.1.1998 beschlossene Anhebung des ALPEN-Abonnements aufgefangen werden. Entsprechend schliesst die Zeitschrift die Rechnung 1998 mit einem guten Ergebnis ab.

Verlag Der SAC-Verlag hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich. Zwar hielt sich die Produktion der Neuerscheinungen in durchschnittlichem Rahmen, jedoch verkauften sich einzelne der neuen Titel ausserordentlich gut. Im Berichtsjahr wurden je eine CD-ROM, ein Kletterführer und eine Lehrschrift, das neue Hüttenverzeichnis sowie zwei Wanderführer herausgegeben.

Mit der CD-ROM Hochtouren im Wallis wagte man sich erstmals in ein neues Publikationenfeld, wobei die gewonnenen Erfahrungen ( und Unterlagen ) für zukünftige Projekte herangezogen werden können. Vom Titel Hütten der Schweizer Alpen, wo erstmals auch nicht zum SAC gehörende Unterkünfte aufgeführt sind, konnten innert weniger Monate über 12000 Ex. verkauft werden - ein grosser Erfolg! Die Wanderbücher Randonnées alpines Suisse romande und Alpinwandern Graubünden eröffneten eine neue Serie von Publikationen, die die Hauptaktivität des SAC-Mitglieds - das Wandern - zum Thema hat. Während der Führer über die Romandie hauptsächlich Tagestouren enthält, bilden beim Band Graubünden eine Haute Route und zahlreiche Aufsätze über kulturelle Eigenheiten des besuchten Gebiets die Aufhänger. Dem Benutzer kann damit vermehrt Geschichte, Tradition und Kultur eines Berggebiets nahegebracht werden. Weitere Werke sollen folgen.

Auch im Berichtsjahr wurden die Neuheiten anlässlich von fünf Buch-vernissagen, die jeweils ein sehr gutes Medienecho fanden, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zum Erfolg beigetragen haben die Verlagskommission, viele kompetente Autoren und vor allem unser unermüdlicher Verlagsleiter Arthur Zingg, der nebst seinem umfangreichen

Publizistik Zeitschrift

Im Hinblick auf die sich wandelnden Bedürfnisse ist die Zeitschrift innerhalb des finanziellen und konzeptionellen Rahmens weiter ausgebaut worden: Die Zahl der Illustrationen wurde erhöht, die Seitenzahl der beiden Sommerausgaben ( Juli und August ) um 8 auf 56 Seiten angehoben und die Redaktion personell verstärkt.

Nach nahezu lOjähriger Tätigkeit ist der französischsprachige Redaktor, François Bonnet, wieder in seinen angestammten Beruf zurückgekehrt, seine Nachfolge hat am 1. September 1998 Nicole Bulliard angetreten. Entsprechend den Schlussfolgerungen, die sich aus einer früheren betriebs-wirtschaftlichen Studie ergaben, ist dabei die Redaktion neu strukturiert und insgesamt in die Räume der Geschäftsstelle in Bern integriert worden.

Nicht zuletzt dank des attraktiven Erscheinungsbildes der Zeitschrift und des Einsatzes der Anzeigenverwaltung ( Künzler-Bachmann AG ) konnten die Werbeeinnahmen trotz eines sonst eher schwierigen wirt- Die Verantwortlichen im Ressort Publizistik - Bernhard Banzhaf, Mitglied Zentralvorstand, Ressortleiter und interimistischer Präsident Zeitschrif-ten- und Kulturkommission - Martin Gurtner, Präsident Verlagskommission - Dr. Regina Schallberger, Präsidentin Bibliothekskommission Fachwissen auch die Gabe besitzt, im Hintergrund geschickt die zahlreichen diplomatischen Fäden zu spinnen, ohne die die Herausgabe von Büchern manchmal schwierig wäre.

Kultur Die Kommission ist zur Zeit personell etwas unterdotiert und deshalb auf der Suche nach neuen aktiven Mitgliedern. Die Arbeit der Kulturkommission hatte im Berichtsjahr drei Schwerpunkte.

Gletscherblick 99 Unter diesem Namen verbirgt sich die in zweierlei Hinsicht etwas un-konventionell gestaltete 21. Schweizerische Ausstellung Alpiner Kunst. Diese findet erstmals unter freiem Himmel in der Region Grimsel/Rhone-gletscher statt und erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe « l' art pour l' aar ». Als Thema wurden die Alpengletscher, ihre Erforschung und ihre Veränderung durch Nutzung und Klima gewählt. Die Aktion hat überall ein sehr positives Echo ausgelöst.

Kulturtreff Dieser Anlass wurde am 28. Februar 1998 in der Zentralbibliothek Zürich durchgeführt und von über 30 Kulturbeauftragten aus den Sektionen besucht. Die « Kulturbörse » wurde eröffnet. Angebote kultureller Art werden als Drucksache und auf der SAC-Homepage im Internet veröffentlicht.

FIFAD 98 Wie immer fand dieser hauptsächlich im lateinischen Europa beachtete Anlass im September statt. Als SAC-Juror wirkte Olivier Walther aus Tavannes. Das Niveau der gezeigten Filme war recht gut. Der SAC-Preis konnte dem Film Le Cri du Coeur von Christophe Delachat ( Frankreich ) verliehen werden. Im kommenden Jahr ist geplant, zusätzlich ein Patronat über das « Festival dei Festival » in Lugano zu übernehmen.

SAC- Bibliothek Der Bestand an Hochtouren-, Klet-ter-, Wander- und Mountainbikefüh-rern für den Alpenraum wurde wiederum aktualisiert. Zu den übrigen europäischen und den aussereuropäischen Gebieten wurden neue Führerliteratur und andere Neuerscheinungen erworben, ebenso Werke zu naturwissenschaftlichen und geschieht- Neu aufkommende Sportarten wie das Canyoning stellen neue Anforderungen an das Rettungswesen. Sein Aufgabenbereich wird immer breiter, und der Aufwand bezüglich Material und Ausbildung nimmt zu.

liehen Themen, die mit den Bergen und dem Alpinismus in Zusammenhang stehen.

Neu befinden sich die SAC-Führer und andere Führer- und Nachschlage-werke über den Alpenraum in der Präsenzbibliothek im Lesesaal der Zentralbibliothek Zürich.

Die sich im Bestand der SAC-Biblio-thek befindenden Unterlagen zum Gletscherbuch aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden archiva-risch bearbeitet und ein Verzeichnis angelegt.

kämpfe. Sie löst damit die bisher bestehende Dachorganisation CISAC ( Comité International du Ski Alpinisme de Compétition ) ab.

Weiter wurde eine Access & Conservation Commission gegründet. Sie hat die Aufgabe, die Interessen der UIAA-Mitgliedsverbände zu wahren und sich unter Berücksichtigung der Umweltschutzaspekte weltweit für den freien Zugang der Bergsteiger zu den Bergen einzusetzen. Als neuer Kassier wurde mit Hanspeter Gammeter aus Spiez wiederum ein Schweizer gewählt.

Der Club Are Alpin CAA hat 1998 neben der Generalversammlung zwei Anlässe organisiert. Im Juni trafen sich die Natur- und Umweltbeauftragten in Innsbruck. Dabei wurden die Themen freie Begehbarkeit des Berggebietes, mechanische Erschliessung im Alpenraum und Umweltbildung aufgegriffen. Ebenfalls im Juni trafen sich die Hüttenverantwortlichen in der Schweiz, um über die Ab-wasserproblematik zu diskutieren und die « Neue Hüttenpolitk » des SAC kennenzulernen. An der Generalversammlung äusserte der SAC den Wunsch, dass der CAA vermehrt Raum für die Bearbeitung alpinistischer Themen schaffen soll.

Geschäftsstelle Das Jahr war geprägt durch verschiedene Personalwechsel, was auch die Chance bot, die Stellen den sich ZV / Logistik Internationale Beziehungen Die Generalversammlung der UlAAfandam 1O. Oktober 1998 in Malacca in Malaysia statt. Ein wesentlicher Beschluss war die Anerkennung des Skialpinismus als UIAA-Sportart. Innerhalb der UIAA ist die ISMC ( International Council for Ski Mountaineering Competitions ) zuständig für die Skialpinismuswett- Die Verantwortlichen im Ressort ZV I Logistik - Ursula Blum, Ressortleiterin Logistik - Dr. Bernhard Bödmer, Jurist -Franz Werthmüller, Finanzchef und Vizepräsident wandelnden Bedürfnissen anzupassen. Seit dem 1. April ist Daniela Niklaus verantwortlich für das Rechnungswesen, und seit September wirkt Fabienne Wüthrich am Empfang als « Stimme des SAC ». Neben dem Tagesgeschäft im Rechnungswesen standen die Umsetzung der Kostenrechnung und die Erarbeitung des damit verbundenen neuen Kontenplans per 1.1.1999 im Vordergrund.

Auf Anfang 1999 galt es, für Geschäftsführer Alfred von Gunten einen Nachfolger zu suchen: Aus über 80 Bewerbern wurde der bereits als Verantwortlicher für den Bereich Logistik und Stellvertreter des Geschäftsführers auf der Geschäftsstelle arbeitende Peter Mäder gewählt. Neu verantwortlich für den Bereich Logistik/ EDV und Marketing ist seit dem 1. Dezember Peter Meyer. Damit soll das Marketing noch mehr Bedeutung erhalten.

Im Jahr 1998 lag der Schwerpunkt in der Umsetzung des Konzepts Mitgliederwerbung. Die provisorische Mitgliederaufnahme wurde versuchsweise in sieben SAC-Hütten durchgeführt. Zusammen mit den Sektionen der Expo-Region wurden zudem zwei Projekte erarbeitet, die im Frühjahr 99 bei der Expo-Direktion eingereicht werden. Schliesslich wurde 1998 der Internetauftritt des SAC unter der eigenen Domain www.sac-cas.ch stark verbessert. Mitteilungen der Clubleitung

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