Fünf Goldmedaillen für Bergexperten. King Albert Mountain Award 2008

Fünf Goldmedaillen für Bergexperten

Die « King Albert I Memorial Foundation » verlieh am 6. September 2008 in der Kirche Santa Maria von Pontresina den goldenen King Albert Mountain Award gleich fünf Mal. Einer ging an den Schweizer Jon Mathieu.

Die Französin Catherine Destivelle erhielt die Auszeichnung als eine der weltbesten Bergsteigerinnen, die vor allem mit ihren Solo-Winter-Begehungen der grossen Nordwände von Eiger, Grandes Jorasses und Matterhorn ( Bonatti-Route ) Aufsehen erregt hatte. Den gleichen Preis erhielt der Deutsche Kurt Albert, der in den frühen 1970er-Jahren die Rot-punkt-Idee entwickelt hatte und so zum Mit der Beschaulichkeit ist es dann aber langsam vorbei. Denn von der Lochegg geht 's bergab, steil und immer steiler, zuerst über weisse Wiesen, dann auf überschneiten Wegen. Wie beim Landeanflug mit einem Gleitfallschirm gewinnt der Talboden mit jeder Kehre an Konturen; Strassen, Einzelhäuser und die Autobahn werden erkennbar. Wenn hier der Schnee bis ins Tal reicht, ist die Wageten über die Lochegg eine lohnende Skitour mit immerhin 1200 Höhenmetern. Jetzt aber ist es noch einen Tick zu früh für die Ski, der erste Schnee zu schwer und zu wenig gesetzt. Nicht aber für die Schneeschuhe. Dank ihnen hat die Wintertourensaison schon vorzeitig einen ersten Glanzpunkt erlebt. a David Coulin, Weggis Pionier des heutigen Sportkletterns geworden ist. Ebenfalls mit der Verdienst-medaille geehrt wurde der deutsche Bergsteiger Gerhard Baur. Er zeigte in seinen über 70 Dokumentarfilmen wie kein anderer den schmalen Grat zwischen Triumph und Tragödie im Alpinismus auf – « gleichermassen faszinierend für Bergsteiger und Nichtbergsteiger », wie die Stiftung zu Ehren des belgischen Königs und Alpinisten Albert I. schreibt. Der gebürtige Basler und heutige Kanadier Hanspeter Schreier erhielt den Award für seine Forschungen und Publikationen zu den natur- und sozial-wissenschaftlichen Aspekten der Was-serressourcen im Himalaya, in den Anden und in den Rocky Mountains. Der fünfte diesjährige Preisträger ist der Schweizer Jon Mathieu, Professor für Geschichte an der Universität Luzern: Er zeichnet sich aus durch seine Studien zu Kultur und Geschichte der Alpen, durch seine führende Rolle in der Gestaltung von Institutionen für die Alpenforschung und insbesondere durch seine wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Partnern in den Anden und im Himalaya. Mehr zur Stiftung und zu den bisherigen Preisträgern unter www.king- albert.ch. a Daniel Anker, Bern Steil ist der Abstieg von der Lochegg – weit der Blick bis zum Walensee.

Sie erhielten den King Albert Mountain Award 2008: Hans peter Schreier, Gerhard Baur, Catherine Destivelle, Kurt Albert und Jon Mathieu ( von links ).

Foto: David Coulin Foto: The King Alber t I Memorial Foundation

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