Geologie der Alpen

Die Alpen spielen in der Geschichte der Geologie eine zentrale Rolle. Hier können die unterschiedlichsten geologischen Phänomene besonders gut beobachtet werden. Der Berner Geologieprofessor O. Adrian Pfiffner erläutert in seinem Buch über die Geologie der Alpen – es erscheint nach 2009 nun schon in der zweiten Auflage –, wie der europäische Kontinent geologisch aufgebaut ist. Zahlreiche Grafiken zeigen die Lage und die Bewegung der einzelnen tektonischen Platten. Anschliessend liefert der Autor Erklärungen zu den Bausteinen des Alpenbogens. Als Erstes werden die alten Kristallingesteine samt ihrer bewegten Geschichte behandelt. Es folgt eine Zusammenstellung der verschiedenen Sedimentablagerungen mit Ausführungen zu deren Entstehung im Rahmen der Plattentektonik. Der geologische Bau der Alpen von Jura bis Pobecken wird anhand zahlreicher farbiger Profilschnitte, von denen einige bis 250 Kilometer tief ins Erdinnere reichen, diskutiert. Ausserdem wird der Werdegang der Alpen einschliesslich der Metamorphose der Gesteine und der Entwicklung des Alpenraumes und der benachbarten Meeresbecken beleuchtet. Im Abschnitt über die jüngste geologische Geschichte schliesslich geht Pfiffner auf die Phasen von Ablagerungen und Erosion durch Flusssysteme, die Einflüsse der grossen Vereisungen, die Landschaftsgestaltung und die aktuell immer noch wirkenden Hebungen und Senkungen ein. Die zweite Auflage enthält neu ein Stichwortverzeichnis und im Umschlagdeckel eine erdgeschichtliche Tabelle, zwei nützliche Ergänzungen. Das Werk richtet sich in erster Linie an Studierende der Geologie und Geografie. Interessierte Berggänger, die auch wissen wollen, worauf sie sich bewegen, werden aber genauso bedient. Einschränkend muss gesagt werden, dass das Buch ohne Grundlagenwissen zur Geologie nur schwer verständlich ist. Wer sich aber nicht scheut, einzelne Begriffe zu recherchieren, erhält einen kompletten Überblick über den Bau und die Entstehungsgeschichte der Alpen

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