Giuseppe Zan Zanini e la Valle di Foiòi

Salvioni Edizioni, Bellinzona 2010, ISBN 978-88-7967-184-2. Fr. 38.–

Die Liste der Publikationen von Giuseppe Brenna ist lang und umfasst nebst den herausragenden Clubführern der Tessiner und Misoxer Alpen viele weitere Bände: ein publizistisches Werk, das ihm viel Anerkennung und 2003 die Ehrenmitgliedschaft des SAC eintrug. Sein neuestes auf Italienisch erschienenes Buch widmet sich in akribischer Weise dem Leben und Werk einer legendären Figur des Val Bavona, Giuseppe Zan Zanini. 1794 in Cavergno geboren und früh nach Rom ausgewandert, kehrte Zan Zanini um 1829 ins Tessin zurück, um eines der abschüssigsten Tobel der Schweiz zu erschliessen: das Valle di Foiòi. Mit ingeniöser Wegführung und aufwendigen Kunstbauten gelang es ihm, fast senkrechte Felswände und Bachstürze zu überwinden. Der Weg ist immer noch begehbar – was für dessen Baukunst spricht. Unglaublich, dass der ausgesetzte, nach heutiger Wanderskala mit T5 bewertete Pfad auch von Zan Zaninis Kühen begangen wurde, wie auf einer Inschrift an einer Felswand zu lesen ist. Im ersten Teil des Buchs zeichnet Brenna die Geschichte Zan Zaninis lebendig nach, um dann ausführlich die Zugänge zur Alpe Foiòi zu beschreiben. Schliesslich lässt er drei Menschen zu Wort kommen, die je ein persönliches Erlebnis in dieser abgeschiedenen Welt schildern. Eine einfühlsame Hommage an Zan Zanini – stellvertretend für alle, die aus einer unzugänglichen Bergregion eine erstaunliche Kulturlandschaft machten, die wir im Tessin auf Schritt und Tritt bewundern können. Nun liegt es an uns, die abenteuerlichen Pfade des Valle di Foiòi zu entdecken, im Wissen um die Mühsal, die für ihre Errichtung nötig war.

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