Himalaya-Pionier Ernst Reiss ist 80.

Hohe Berge besteigen und trotzdem alt werden schaffen nicht alle so wie der Himalaya-Pionier Ernst Reiss. Er gehört u.a. zu den Erstbesteigern des Lothse.

Der Davoser Ernst «Ere» Reiss war nicht nur an verschiedenen Bergen rund um seinen Geburtsort Davos häufig als Erster unterwegs. Auch von seinem späteren Arbeitsplatz in Meiringen (BO) aus lockten ihn die unbestiegenen Wände wie Rosen-horn-Nordflanke, Wetterhorn-NO-Wand und Gletscherhorn-Nordrippe, aber auch die Schreckhorn-SW-Wand und die Gspaltenhorn-NO-Wand.

1952 war er einer der Teilnehmer der Nachmonsun-Expedition der Schweiz. Stiftung für Alpine Forschung (SSAF) an den Mount Everest, die mit der Erschliessung der Aufstiegsroute bis kurz unter den Südgipfel wichtige Pionierarbeit für die Erstbesteigung leistete. Vier Jahre später feierte er dann mit Fritz Luchsinger den grossen Erfolg als Erstbesteiger des Lhotse (8511m).

Ernst Reiss war nie der alpine Selbstdarsteller, der möglichst im Alleingang Gipfel «sammelte». Der Mensch, der Kamerad kam vor dem Berg. Dies hat er auch in den letzten 30 Jahren in der Umgebung seines Wohnortes Basel als Initiant von kleineren und grösseren Touren und Kletterrouten bewiesen und damit Junge und Junggebliebene begeistern können.

Ere Reiss wünschen wir, dass er zusammen mit seiner Frau Ursula noch weiterhin das «grosse kleine» Glück auf Jura- und Schwarzwaldhöhen geniessen kann.

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