Hüttenkurzmeldungen

Umbau der Terrihütte

Vom 1. Oktober bis Mitte Dezember 2007 ist die Terrihütte wegen Umbauarbeiten geschlossen. Die Sektion Piz Terri bittet um Verständnis. a Rest wird in den Heizkreislauf eingespie-sen und erwärmt wenn nötig sogar den Trocknungsraum. Ein weiterer, grosser Vorteil ist die Verwendung von Rapsöl als Treibstoff. Er hat eine gute CO 2 -Bilanz und ist biologisch zu 100 Prozent abbau-bar. Das ist besonders wichtig im Hochgebirge, wo ein Störfall bei der Lagerung normaler Brennstoffe grosse Auswirkungen auf die Umwelt hätte. Ein Schritt in die richtige Richtung – zum Nulltarif sind solche Installationen allerdings nicht zu haben.

Von der Felsspalte zum Trocken-WC

Der vierte Problempunkt ist das Abwasser. Früher war eine ordentliche Felsspalte unweit der Hütte ein geeigneter Platz für das WC-Häuschen. Heute ist der Fall komplizierter: Die Umwelt soll so wenig wie möglich mit Abwasser verschmutzt werden, und die Auswirkungen auf die Hüttenumgebung sollen « in ge-ruchlicher und ästhetischer Hinsicht » minimiert werden, wie es in der Wegleitung zum Hüttenbau heisst. Ist Wasser vorhanden, wird alles in ein Klärbecken unterhalb der Hütte gespült. Der Geruch ist weg, die Sache aus den Augen. Nach dem Klärbecken wird das Abwasser durch einen Kieskörper gefiltert. So behandelt und mit viel Wasser verdünnt, kann es in die Umgebung geleitet werden. Ist jedoch kein Wasser vorhanden, wirds teuer. Kompostieren oder trennen, trocknen und anschliessend ausflie-gen ist dann angesagt. Die Umstellung von der Felsspalte auf eine umweltfreundliche Trocken-WC-Anlage kostet über hunderttausend Franken. Eine Investition, die sich lohnt: Die Natur dankt es, der Gesetzgeber akzeptiert es, und die Benutzer schätzen es. a Remo Kunder t, Hirzel Zwar gemütlich, aber manchmal etwas laut und eng. Schlafraum im Dachstock der Capanna d' Alzasca Die Renovationen der letzten Jahre brachten eine Verkleinerung der Schlafräume auf 4 bis 12 Personen sowie der Privatsphäre wegen vermehrt Einzelbetten, so zum Beispiel in der Silvrettahütte.

Wer eine Hütte mit vielen Tagesgästen betreibt, benötigt meist mehr Strom, als sich aus den Solarpanels gewinnen lässt. Albert-Heim-Hütte Foto: Remo Kunder t Foto: Mar co Volken Foto: Remo Kunder t Foto: Remo Kunder t Viel Fensterfläche und helle Einrichtung schaffen eine moderne, freundliche Atmosphäre im Aufenthaltsraum der Capanna Motterascio. Effizientes, aber wetterabhän-giges Bauen: Im Tal vorgefer-tigte Holz-Elemente werden zur Hütte geflogen und dort im Flug eingepasst. Hier bei der Leglerhütte Im seltenen Fall, in dem die gesamte Hütte von Grund auf neu gebaut wird wie hier die Spitzmeilenhütte, lässt sich durch den optimierten Grundriss viel Lagerraum und Platz für sanitäre Installationen und Technik im Untergeschoss gewinnen.

Falls nicht die gesamte Hütte neu gebaut wird, bringen Anbauten, oftmals in Kubusform wie hier bei der Tschiervahütte, den angestrebten Platzgewinn.

Foto: Mar co Volken Foto: Remo Kunder t Foto: Marco Volken

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