Jahresbericht 1996

Erstmals erscheint der Jahresbericht 1996 in einer neuen, übersichtliche-ren und stärker auf die wesentlichen Ereignisse und Entwicklungen im SAC ausgerichteten Fassung. Nach dem Bericht des Zentralpräsidenten über die Schwerpunkte des vergangenen Clubjahres werden die zahlreichen in Ressorts gegliederten Tätigkeitsbereiche nicht mehr wie früher einzeln aufgelistet, sondern nur noch die längerfristig bedeutungsvollen Aktivitäten herausgegriffen und in einem zusammenfassenden Überblick, begleitet von Grafiken und Bildmaterial, vorgestellt.

Jahresbericht des Zentralpräsidenten 1996 wird als ein Jahr in die Geschichte des SAC eingehen, in dem seine weitere Entwicklung und Ausgestaltung in entscheidender Weise bestimmt und vorangetrieben wurde.

Lösung vom Vorortsprinzip Das vergangene Jahr ist zunächst gekennzeichnet durch einen Ablö-sungsprozess von überkommenen Strukturen, der mit der Annahme der neuen Statuten anlässlich der Abgeordnetenversammlung vom 26. Oktober in Aarau seinen Höhepunkt erreicht und gleichzeitig auch seinen formellen Abschluss erhalten hat. Die Ablösung betrifft in erster Linie die traditionelle Führungsform des Gesamtclubs, die sich von der Gründung des SAC an bis in die jüngste Vergangenheit bewährt hat, hingegen den heutigen Anforderungen nicht mehr zu genügen vermag: das Vorortsprinzip. Die periodische Rotation des CC hatte durchaus ihre positiven Aspekte, so z.B. dass das einzelne Mitglied den Zentralverband jeweils mit einer Sektion oder einer Region identifizieren konnte, was das Moment des Persönlichen verstärkt hat. Das Vororts-CC hatte auch den nicht unwesentlichen Vorteil einer gewissen personellen Geschlossenheit. Andererseits führten aber gerade deswegen diverse « Stabüber-gaben » nachträglich zu unnötigen und letztlich unfruchtbaren Kontroversen. Zudem sind die grossen Problembereiche heute derart komplex, dass die Neustrukturierung, auf die Das Jahr der SAC-Jugend brachte eine verstärkte Öffnung gegenüber der Jugend, wobei im Zuge der schon an anderer Stelle näher eingegangen wurde1, unumgänglich geworden ist.

Jahr der SAC-Jugend 1996 war gleichzeitig und nicht zufällig das Jahr der SAC-Jugend. Unsere Bemühungen um die jungen Menschen sind keinesfalls Ausdruck einer einseitigen Ausrichtung unserer Tätigkeiten auf eine bestimmte Zielgruppe. Aber die aktive Pflege des Nachwuchses ist angesichts des heutigen Freizeitangebots und der Konsumgewohnheiten insbesondere in städtischen Gegenden eine Notwendigkeit. Das Jahr der SAC-Jugend hat uns gleichzeitig bewusst gemacht, dass sich der SAC öffnen muss, um wahrgenommen zu werden. Er tut das mit Erfolg, indem er sich als Organisation zu erkennen gibt, die die alpinen Sportarten in ihrer ganzen Bandbreite pflegt und fördert und dabei das Bewusstsein für die damit verbundenen Verantwortungen wecken möchte.

UIAA-Generalversammlung mit aktuellen Themen Im Oktober war der SAC Gastgeber für die jährliche Generalversammlung der UIAA, der Weltorganisation vieler nationaler Bergsteiger- und Kletter- 1 Vgl. Editorial in der ALPEN-Ausgabe 3/97 damit verbundenen Aktivitäten zahlreiche junge Mitglieder für den SAC gewonnen werden konnten.

verbände. Die mehrtägige Versammlung fand in Thun statt. Hauptsächliche Themen waren die mancherorts teilweise peniblen Einschränkungen des freien Zugangs zu Bergen und Wänden sowie - es scheint im Trend zu liegen - die Beratung neuer Statuten. Aus den Reaktionen durften wir schliessen, dass die aus allen Weltgegenden angereisten Delegierten vom vorzüglich organisierten Anlass ebenso begeistert waren wie vom landschaftlich einmaligen Umfeld des Berner Oberlandes.

Erfolg nur dank allseitigem grossem Einsatz Alle diese Erfoige sind nur möglich gewesen, weil sich im SAC immer wieder Leute finden, die bereit sind, sich für unsere Ziele einzusetzen. Dies betrifft sowohl die ehrenamtlich tätigen Funktionäre als auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die in allen Bereichen eine aussergewöhnliche Motivation und Arbeitsfreude an den Tag legen. All diesen Kameradinnen und Kameraden spreche ich meinen herzlichsten Dank aus.

Hanspeter Schmid, Zentralpräsident

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