Jugend- und Junioren-Europacup in Bozen

3.14. Mai 1997 Mit dem ersten Wettkampf der diesjährigen Europacup-Serie gelang der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft ein guter Start in die internationale Wettkampfsaison 1997. Mit Iva Hartmann, Roland Peretti, Andy Läuber und Raphaël Lâchât waren gleich mehrere Athleten des SAC unter den Medaillengewinnern.

Nach dem Erfolg des Jugend- und Junioren-Europacups im vergangenen Jahr wurde an der Sitzung des internationalen Verbandes Ende April in Turin beschlossen, ihn nach seinem erfolgreichen Probejahr nun endgültig in den internationalen Wettkampfkalender des ICCC der UIAA ( International Committee of Competition Climbing ) aufzunehmen. Neben dem Gesamt-Weltcup und den Masters wird der EYC ( European Youth Cup ) mit seinem speziellen, jugendgerechten Wettkampfmodus nun neben der jährlich stattfindenden Junioren-Weltmeisterschaft fester Bestandteil des internationalen Wettkampfkletterns sein.

Saisonstart in Bozen Mit über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Italien, Deutschland, Österreich, Belgien, Holland, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Russland, Ukraine, Spanien, Polen und der Schweiz war vor allem bei den männlichen Jugendlichen leistungsstarke Konkurrenz anwesend. Pro Verband und Wettkampf-Kategorie ( Kategorie Jugend B, Jg. 1982/83, Jugend A, Jg. 1980/81, und Junioren, Jg. 1978/79 ) konnten jeweils vier Jugendliche teilnehmen. Die beiden Qualifikationsrunden wurden in Bozen im flash-System ( die Route wird demonstriert, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich gegenseitig zuschauen ) ausgetragen, und die 10 Besten qualifizierten sich für die Finals ( on sight ). Die Kategorien der männlichen Jugendlichen und der Jugend A und B weiblich waren wie im letzten Jahr auch zahlenmässig gut besetzt, während sich leider bei den Juniorinnen ein ähnliches Bild wie in den nationalen Wettkämpfen bietet und es nur wenige Teilnehmerinnen hat.

Wettkampfbilanz aus Schweizer Sicht Die zwei Qualifikationsrunden, in denen jede/r klettern kann, dauerten den ganzen Samstag. Da der Wettkampf im Rahmen der Südtiroler Frei-zeitmesse Bozen stattfand, war die 15 m hohe, durchaus Weltcup-wür-dige Wand im Freien aufgebaut, und das strahlend schöne Wetter machte die Wartezeiten erträglicher. Während Roland Bigler ( Jugend A ) und Matthias Müller ( Junioren ) knapp an einem Finalplatz vorbeikletterten und David Gisler ( Junioren ) in seinem ersten internationalen Wettkampf einen guten 19. Rang erreichte, gelang den anderen Teilnehmern die Finalteilnahme.

Finaltag Sonntag Am Sonntagmorgen begannen die Finals sehr früh. Bei der Jugend A männlich kletterten in der mit 7 c+ Resultate 1. Timo Lautenschläger 2. Roland Peretti 3. Andy Läuber 14. Matthias Müller 19. David Gisler D CH CH CH CH 1. Bettina Schöpf j 2. Iva Hartmann'Jugend A männlich A weiblich 1. Bostjan Potocnik 2. Patxi Usobagia 3. Raphaël Lâchât 7. Manuel Hassler 13. Roland Bigler SLO E CH CH CH 1. Blaza Klemencic 2. Sasa Truden 3. Katarina Stremfelj 7. Alexandra Eyer SLO SLO SLO CH B männlich B weiblich 1. Caspar Ten Sijthoff 2. Tomaz Valjavec 3. Rant Blaz NL SLO SLO 1. Maria Belomestnova 2. Sarka Obadalova 3. loulia Abramtchouk RUS CZ RUS bewerteten Route zwei Teilnehmer bis zum letzten Griff, für den Jurassier Raphael Lachat war einen Griff darunter der Wettkampf zu Ende. Aber mit einem dritten Rang in seinem ebenfalls ersten internationalen Wettkampf gelang ihm ein guter Einstieg. Manuel Hassler aus Biel lag gemeinsam mit fünf anderen Teilnehmern knapp darunter und wurde aufgrund seiner schlechteren Vorrunden-ergebnisse 7. in der Gesamtwertung. Bei den Junioren plazierten sich in dem spannenden Wettkampf Roland Peretti aus Maladers auf Rang 2 sowie Andy Läuber aus Reichenbach auf Platz 3. Vor allem Roland Peretti liess sich auch in seinem ersten internationalen Wettkampf nur wenig beeindrucken und war sicherlich die grosse positive Überraschung dieses Wettkampfes. Andy Läuber konnte seine guten Trainingsleistungen endlich umsetzen und zeigte, wie auch Roland Peretti, Nervenstärke.

Bei der Jugend A weiblich gelang der zierlichen Zürcherin Alexandra Eyer ein durchwegs sehr guter Wettkampf. In ihrem ersten Jugend-A-Wettkampfjahr liess auch sie sich von der starken Konkurrenz nicht beeindrucken, sondern kletterte locker und unbeschwert. Mit einem 7. Rang in der Gesamtwertung wurde ihre Leistung belohnt.

In der Juniorinnen-Kategorie waren mit der Österreicherin Bettina Schöpf und Iva Hartmann aus Maienfeld zwar nur zwei Teilnehmerinnen am Start, aber beide gehören auch international zu den Nachwuchshoff-nungen im Frauenklettern. In der technisch anspruchsvollen, nichtsehr steilen Finalroute hatte die Österreicherin die besseren ( konditionellen ) Reserven und verwies Iva Hartmann auf den 2. Rang. Es bleibt zu hoffen, dass in dieser Kategorie in den nächsten Wettkämpfen wieder mehr Teilnehmerinnen am Start sind.

Ausblick 1997 Die weiteren Stationen des diesjährigen Junioren- und Jugend-Euro-pacups mit Dortmund/D ( 31. Mai/ I. Juni ), Chochen/Tch ( 576.. " " .Juli ), Bern-Niederwangen/CH ( 23724. August ) und Kranj/Slo ( 12713. September ) werden sicherlich spannende Wettkämpfe bieten. Das Schweizer Team wird jedenfalls - wie auch in Bozen -versuchen, in den Finals wieder ganz vorne dabei zu sein.

Gabriele Madiener, Oberbalm Nationaltrainerin

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notiziario delle ALPI

22. August von einer indischen Mannschaft aus Kalkutta. Einem Alpinisten eines spanischen Teams gelang am 18. Mai die Erstbegehung des SW-Gra-tes des Chaturangi III ( 6393 m ). Ein indischer Versuch im Mai/Juni an der W-Wand des Chandra Parbat ( 6728 m ) war erfolglos. Weitere vergebliche Versuche wurden durch eine britische Gruppe an der E-Wand des Bhagirathi II ( 6512 m ) im Oktober und am SW-Pfeiler des Bhagirathi III ( 6454 m ) durch zwei separate spanische Teams im August und Oktober unternommen. Ebenfalls keinen Erfolg verbuchen konnten eine kanadische Equipe und die Teilnehmer einer amerikanischen Expedition, von der zwei Alpinisten u.a. am 24. September den Shivling ( 6543 m ) über den E-Pfeiler begangen hatten. Der Shivling wurde auch über den W-Grat bestiegen, und zwar von vier Deutschen ( 22. und 23. August ) und drei Koreanern ( 22. September ).

Verschiedene Besteigungsversuche fanden statt: am Kämet ( 7756 m ) im September-Oktober durch eine indi-

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