«Man ist eine tragende Säule»

«Die Alpen»: Wo sind Sie unterwegs?

Kurt Rohrer: Tagestouren machen wir meistens im Berner Oberland. Ich habe auch 17 Tourenwochen organisiert. Oft im Bündnerland, aber auch im Wallis, im Tessin und im Tirol.

Wie viel Zeit investieren Sie?

Der Aufwand für Tagestouren ist nicht so gross. Eine Tourenwoche gibt mehr zu tun, etwa 40 bis 50 Stunden Arbeit. Im Sommer rekognosziere ich das Gebiet. So wissen wir, wohin wir kommen. Etwa wie die « Gliger », die Schlafplätze, sind.

Was war das mühsamste, was Sie als Tourenleiter erlebt haben?

Am Lukmanier, ( lacht ) war ein Ökohotel eines gewissen Ingeniere Ferrari. Mitte Woche sagte er, er müsse an eine Konferenz, und war weg. Der portugiesische Koch blieb mit uns allein. Ich musste kassieren, die Getränke notieren. Danach schickte ich dem Ingeniere 5000 Franken. Ein Danke habe ich leider nie erhalten.

Wie würden Sie einer Nachfolge Ihr Amt schmackhaft machen?

Am schönsten ist das Gruppenerlebnis, eine Woche lang gemeinsam unterwegs zu sein. In der Sektion schafft es Ansehen, man ist eine tragende Säule. Mein Erfolgsgeheimnis ist klare Vorstellungen zu kommunizieren und auf die Gruppe und ihre Bedürfnisse einzugehen.

Viel Amt, wenig Ehre?

Wir stellen zum europäischen Jahr des Ehrenamts bis Dezember Ehrenamtliche in den verschiedenen Sektionen vor.

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