Nepal: Wird Trekken billiger?

Armin Kaegi, Thun

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Wird Trekken billiger?

Kaum war die neue nepalesische Regierung im Amt, hat sie eine Änderung der Bewilligungsprak-tiken für die Trekkings im Himalaya verordnet. Auf den ersten Blick scheint es ein Geschenk an die Besucher zu sein.

Abrücken von historischen Praktiken In den Zeiten der berühmten Rana-Maharadschas mussten sogar alle Nepali Bewilligungen lösen, falls sie die Hauptstadt Kathmandu zu verlassen wünschten. Diese historischen Praktiken wurden ab 1950 konsequent auf die Touristen angewendet. Die Konzentration des Trekkingtourismus auf drei Schwerpunktgebiete ( Annapurna, Everest und Langtang/Helam-bu ) führte in den letzten Jahren zunehmend zu unzumutbaren Zuständen. Tausende von Wanderhungrigen mussten die berüchtigten « Trekking-Permits » im wahrsten Sinne des Wortes « erstehen » - in den Menschen-schlangen der düsteren Korridore des Immigration Office. Damit ist jetzt Schluss.

Ein Hauch von Exklusivität: Dolpo ist nur mit Spezialbewilligung und Verbindungsoffizier zugänglich. Jakkarawane in Dolpo.

Wer sich an den lieblichen Wellen des Rarasees ergötzen möchte, muss immer noch eine Trekking-Bewilli-gung lösen.

LPEN-Nachrichten

Freier Zugang: Annapurna, Everest, Langtang Diese drei Hauptgebiete, in die jährlich rund vier Fünftel der ankommenden Bergsteiger und Trekker pilgern, sind ab sofort frei zugänglich. Die Annapurna-Umrundung, ein Treck zum Everest-Basislager, die Hügel des Helambu oder das tibetisch geprägte Hochtal von Langtang können heute ohne vorgängige Formalitäten in Kathmandu in Angriff genommen werden. Was bleibt, sind die Eintrittsgebühren für die Nationalparks und die Naturschutzgebiete, die aber beim Eintritt in diese Zonen an Ort und Stelle bezahlt werden können.

Für die übrigen Trekkinggebiete ( Westnepal, Dhaulagiri, Gurkha, Ganesh Himal, Rolwaling, Makalu, Kangchenjunga ) sind weiterhin Bewilligungen zu lösen. Für die exklusiven Zonen Dolpo, Mustang und Manaslu ist zudem die Begleitung durch einen Verbindungsoffizier vorgeschrieben.

Höhere Visakosten Mit der Aufhebung der Zeit und Nerven kostenden Beschaffung von Trekking-Permits kommt die Regierung einem langjährigen Postulat der Tourismusbranche entgegen, die sich schon immer dafür eingesetzt hat, die Hürden für die Besucher so tief als möglich anzusetzen. Damit aber die Rechnung am Schluss aufgeht, hat die Regierung gleichzeitig mit der Abschaffung eines Teils der Gebühren eine entsprechende Erhöhung der Visakosten verfügt.

Bernhard Rudolf Banzhaf, Saas Fee

»ichertaeit, Medizin, lettuirçswesen

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Hunde für das Absuchen von Gletscherspalten Angeregt durch eine Fernsehsendung führten im Juni 1997 Ruedi Gantenbein, Chef der Gebirgsflächen-suche, und sein Stellvertreter, Markus Wey, Versuche durch, ihre Hunde für das Suchen nach Vermissten in Gletscherspalten auszubilden. 1998 und 1999 gaben die beiden ihre Erkenntnisse nicht nur an weitere Hundeführer aus den betreffenden Regionen weiter, sondern legten auch einen Leitfaden für eine derartige Sonder-ausbildung vor.

Spezielle Problemstellungen Ein erstes Problem stellt sich bei der Sicherung des Hundes. Auch ein erfahrener, sich auf dem Gletscher gewandt bewegender Hund ist vor dem Einbrechen oder Ausrutschen nicht gefeit. Als Sicherung muss der Hund einen Brustgurt tragen, der ihn nach einem möglichen Absturz schützt, der aber auch ein sicheres Abseilen, z.B. in eine Spalte, aus dem

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