Neue Impulse für das Winter-Kinderbergsteigen

Dieses neue Thema wurde erstmals Ende Januar 1998 im neuen KiBe-Winterleiterkurs der Jugendkommission behandelt. In diesem wegen Schneemangels kurzfristig vom Jura auf die Winteregg bei Kandersteg verlegten Kurs wurde auf vielfältige Weise gezeigt, was Kindern im Winter Spass macht.

Grosser Ideenreichtum Über Möglichkeiten und Probleme von Ski- und Schneeschuhtouren für Kinder zwischen 12 und 15 Jahren, über den Bau von improvisierten Unterkünften und Rastplätzen, die Beurteilung des Schneedeckenaufbaus, Postenläufe, Wettkampf- und Orien-tierungsspiele oder den Bau eines Neigungsmessers an einem langen Hüttenabend wurde während dieses Kurses diskutiert. Im Gelände wurden diese Themen dann auch umgesetzt. Besonders interessant waren die kindergerechten Methoden der LVS-An-wendungen. Diese beginnen für alle Kinder spielerisch und reichen für die grösseren bis zum Nachstellen einer Unfallsituation, in der alle Beteiligten stufengerecht zum Einsatz kommen. Weiter wurde auf die Möglichkeit, alpine Technik während des Winters in Der Bau von improvisierten Unterkünften ist für Kinder - und nicht nur für sie! -eine spannende Sache. Mit Ski, Stöcken und Schnur wird das Gerüst erstellt. Abgedeckt mit einer Plastikfolie und zusätzlich mit Schnee isoliert, zeigt sich die « Hütte » recht wohnlich.

Weiterbildungskurs 1999 mit Skitour Der Winter-Weiterbildungskurs für KiBe-Leiter findet im Winter 1999 wieder statt. Zusätzlich zu den Themen des letzten Kurses wird eine einfache, den Möglichkeiten und Bedürfnissen der KiBeler angepasste Skitour geplant und durchgeführt.

Datum: 23724. Januar 99 Leitung: Yves Diacon, Tavannes Unterkunft: Winteregghütte bei Kandersteg Anmeldeschluss: 24.12.1998 Wohnortsnähe zu üben, hingewiesen. Natürlich sind solche Aktivitäten witterungsabhängig. Mit Flexibilität und Ideen, wie sie beispielsweise in diesem Kurs vermittelt wurden, lassen sich aber ( fast ) immer attraktive Alternativen finden.

Mehr KiBe-Aktivitäten im Winter Nach dem enormen Aufschwung des Kinderbergsteigens, der sich vor allem bei den sommerlichen Tätigkeiten abzeichnet, wäre eine vermehrte Aktivität während des Winters begrüssenswert. Die Diskussionen haben ergeben, dass in den meisten Sektionen die KiBe-Beteiligung bei den Skitouren wesentlich geringer ist als im Sommer. Vielleicht können die in diesem Kurs aufgezeigten Methoden und die dabei abgegebene Un-terlagensammlung mithelfen, in Zukunft ein besonderes, auf die Bedürfnisse der Kinder eingehendes KiBe-Winterprogramm anzubieten.

Ruedi Meier, Auvernier i Alpinismus, Berg- u.a. Sportarten i Alpinismo e altri sport di montagna i Alpinisme et autres sports de montagne omimque Roulin, Veyrier GE

Königreich der Nordwände

Die Berner Alpen sind bekanntlicherweise das Königreich der Nordwände. Es gibt wirklich wenig Gebiete, wo man - wie im Lauterbrunnental - eine so eindrückliche Ansammlung von grossen, kombinierten Wänden findet. Der romantische Talkessel von Lauterbrunnen birgt nicht weniger als fünf berühmte Wände von 750 bis 1300 Metern Höhe: Gletscherhorn, Äbeni Flue, Mittaghorn, Grosshorn und Breithorn. Andernorts in den Alpen findet man auch nur selten so grosse Höhenunterschiede, wie sie die Nordflanken des Scheideggwetterhorns ( 1500 m ), des Gspaltenhorn ( 1700 m ) und des Mönchs über die Lauper-Route ( 1800 m ) aufweisen!

Dieser Liste muss man die düsteren Nordwände von Gipfeln wie Ochs, Gross Fiescherhorn, Nesthorn oder Morgenhorn anfügen. Natürlich sollte man bei einer solchen Einführung auch den Eiger sowie die zwei anderen Gipfel des Oberländer Dreigestirns erwähnen: Mönch und Jungfrau.

Einige dieser grossen Nordwände wurden nur selten begangen. Dies gilt für den Ochs, für das Gspaltenhorn und für das Morgenhorn. Es gibt nur wenige Alpinisten, die wenigstens fünf oder sechs der aufgezählten Wände durchstiegen haben. Eine spezielle Erwähnung verdient in diesem Zusam-

Der Mönch aus der Luft mit dem Gletscherbuckel des Nollen; dahinter die Nordwand und die Nordwandrippe ( Lauper-Route )

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