Neuer SAC-Rettungssitz

Entwicklung des Unfallgeschehens 1995 Als wichtigstes Ergebnis zeigt sich anhand der Statistik, dass 1995 sowohl die Zahl der Bergnotfälle als auch der Bergunfälle mit tödlichem Ausgang auf den tiefsten Stand seit ca.einem Dutzend Jahren, vermutlich sogar seit über 30 Jahren, gesunken ist. Das ist allerdings insofern auch durch äussere Umstände bedingt, als während der ersten Sommerperiode bis Mitte August in den Alpen sehr gute Verhältnisse herrschten. Danach beendete ein starker Wintereinbruch die Hochtourensaison mit einem Schlag. Zudem hat möglicherweise der Rückgang im Tourismusbereich auch einen gewissen Einfluss gehabt.

Über mehrere Jahre betrachtet, lässt sich aber eindeutig feststellen, dass die Tendenz der tödlichen Unfälle sinkend ist. Entscheidend dazu beigetragen haben eine effiziente Rettungsorganisation und raschere Alarmierungsmögliehkeiten. Bessere Ausbildung und Information sowie qualitativ immer hochstehen-deres Bergmaterial wirken sich ebenfalls entsprechend aus.

Neunteilige Videoserie Der Bergunfall Diese Videoserie wurde mit dem Ziel erstellt, alle, die in die Berge gehen, auf die dort anzutreffenden Gefahren aufmerksam zu machen und sie vor folgenschweren Fehlern zu schützen. Anhand von neun verschiedenen ( für den Film gemäss ihrem tatsächlichen Verlauf nachgestellten ) Bergunfällen wird gezeigt, warum es dazu gekommen ist und 11n einem späteren ALPEN-Heft wird noch in ausführlicher Form über die Rettungsstatistik und die Bergnotfälle des vergangenen Jahres berichtet.

wie man das Unglück hätte vermeiden können. Dabei kommen in sehr wirklichkeitsnaher und packender Form die besonderen Gefahren aller wichtigen Bergsportarten ebenso wie der immer wieder entscheidende « menschliche Faktor » zum Ausdruck. Die in ganz verschiedenen Regionen der Schweiz gedrehten Sequenzen erfassen eine breite Palette bergsportlicher Aktivitäten vom Bergwandern über Skitouren- und Snowboardfahren bis hin zum Gleitschirmfliegen. Es werden Fehler gezeigt, die immer wieder vorkommen, die sich addieren und schliesslich zum Unfall führen. Ein Rückblick auf die Vorbereitungen der Verunglückten, auf ihre Massnahmen, ( falschen ) Entscheidungen, Unterlassungen während der Tour und eine Rekapitulation der entscheidenden Punkte, wie und wo man es hätte anders machen müssen, runden jedes der neun Videos zu einem geschlossenen Ganzen ab.

Neuer SAC-Rettungssitz

Ersatz für den Grammingersitz Um den veralteten Grammingersitz zu ersetzen, wurde ein neuer Rettungssitz entwickelt. Dieser von der Armee und dem SAC getestete Rettungssitz SAC ist nun definitiv für das Rettungswesen eingeführt, und alle SAC-Rettungsstationen sind damit ausgerüstet worden.

Eine Weiterverwendung der Gram-mingersitze ist aus Sicherheitsgründen strikte untersagt. Bei Unfällen mit dem Grammingersitz lehnt der SAC jegliche Verantwortung und Haftung ab. Auch die in den SAC-Hütten noch vorhandenen Grammingersitze sollten entsorgt und durch den SAC-Rettungssitz ersetzt werden.

Der SAC gibt diese Sitze zum Selbstkostenpreis von Fr. 42O. ab ( pro Stk. inkl. Hülle ). Die Sitze können direkt bestellt werden bei der SAC-Rettungskommission, Rettungsmaterial, K. Schwendener, 3818 Grindelwald, Fax 036/53 38 55.

Gem. Mtlg. SAC-Rettungs- kommissionEscalades dans le Jura Delémont - Moutier - Bienne von Philippe Steulet Escalades dans fe Jura Defémont - Moutier - Bienne Philippe JSteuletGanz neu konzipierter Topo-führer50 Klettergebiete beschriebenüber 1200 Routen in allen Schwierigkeitsgraden Ausgabe 1995, französisch, 264 Seiten, mit zahlreichen Topos und Fotos Art.. " " .Nr. 142-7 SAC-Mitgliederpreis Fr. 35.. " " .Ladenpreis Fr. 45. Bestellungen an:

SAC-Buchauslieferung Postfach 134, 7004 Chur Tel. 081 286 90 45

»port- und /e tt kämpf klettern

Arrampicata libera e di competizione

j~ Escalade libre/ BCompétition

jedem Sportverband, der eine nationale Wettkampfserie organisiert und seine Athletinnen und Athleten an internationale Wettkämpfe und Meisterschaften schickt, wird die Zusammenarbeit mit dem SLS betreffs Doping-Bekämpfung verlangt.

Wie ist dieser Bereich im SAC organisiert?

Mit der Entscheidung des SAC, das Sportklettern als nationaler und internationaler Leistungssport in seine Strukturen zu integrieren, wurde unter anderem auch die Ausarbeitung eines Dopingkonzeptes erforderlich. Die Gründung einer medizinischen Arbeitsgruppe, die Bestimmung eines Verbandsarztes oder einer -ärz-tin als Dopingverantwortliche(n)und die Erstellung eines Dopingregle-ments waren die Konsequenzen.

Doping-Kontrollen bei nationalen Wettkämpfen des SAC Sämtliche Nationalmannschafts-mitglieder und besonders die Athleten mit NKES-Ausweis unterliegen in allen Sportarten und somit auch im Wettkampfklettern Trainings- und Wettkampfkontrollen. Die Athleten und Athletinnen des SAC sind darüber umfassend informiert und haben in sogenannten « Doping-Erklä-rungen » gegenüber dem SLS und der Sportkletterkommission des SAC ihr Einverständnis zu Dopingkontrollen gegeben.

Zu Jahresbeginn erhalten die Verantwortlichen und der Verbandspräsi-dent ein Schreiben, in dem die Kommission « Doping-Bekämpfung des SLS » dem Verband strikte Auflagen macht, an wieviel Wettkämpfen mit wieviel Proben kontrolliert wird. Aus den vorgängig dem SLS zugestellten Wettkampfdaten wird eine Anzahl von Wettkämpfen ausgewählt. Welche Wettkämpfe dies sind, weiss nur der Dopingverantwortliche, der der ärztlichen Schweigepflicht unterliegt. Dies ist das Vorgehen bei angekündigten Kontrollen.2 Wie sieht eine Kontrolle in der Praxis aus?

Mit Ausnahme der Information zu Jahresbeginn hört man nichts mehr-bis zu dem Moment, in dem beispielsweise während eines Swiss-Cup-Wett- Substitution nichterlaubter Substanzen zur sportlichen Leistungssteigerung Im SAC hat man sich mit der Dopingfrage erst zu befassen begonnen, als Klettern zu einem Wettkampfsport wurde. Aber Doping interessiert mittlerweile nicht mehr nur Sportfans oder Sportkritiker, sondern vielmehr die gesamte Öffentlichkeit. Doch so gross das Interesse auch ist, so spärlich und unzureichend sind die Informationsquellen, um der Problematik adäquat und sachlich begegnen zu können. Pressebe-richte sind oft mehr auf Sensationen ausgerichtet als auf Fakten abgestellt, und die Hintergrundinformationen und Gerüchte entwickeln manchmal eine nicht ganz unproblematische Eigendynamik. Um über Doping diskutieren zu können, sollte man erst einmal wissen, wovon man spricht.

Das IOC ( Internationale Olympische Komitee ), an dem sich die « Kommission Doping-Bekämpfung » des SLS ( Schweizerischer Landesverband für Sport ) und somit alle dem SLS angeschlossenen Sportverbände orientieren, definiert Doping als « die beabsichtigte oder unbeabsichtigte Verwendung von Substanzen aus verbotenen Wirkstoffgruppen und die Anwendung verbotener Methoden entsprechend der aktuellen Dopingli-ste ». Diese Liste der verbotenen phar-makologisch-medizinischen Massnahmen zur Leistungssbeeinflussung ' ." " .1 ist auf dem aktuellen Stand und wird in der Schweiz durch den SLS an Sportverbände, NKES-Athleten, Verbands-ärzte und Doping-Verantwortliche weitergegeben.

Auflagen des SLS Die Auflagen des SLS zur Doping-Bekämpfung sind in einem umfassenden Regelwerk festgehalten. Von 1 Beide Listen können interessierte Wettkämp-fer/innen bei der Geschäftsstelle des SAC beziehen.

2 Aus diesem Grund werden alle Veranstalter von nationalen Wettkämpfen zu Beginn des Jahres informiert, was sie im Falle einer Dopingkontrolle zur Verfügung stellen müssen ( eine separate Toilette und einen abschliessbaren Raum ).

kampfes ein Herr oder eine Dame eintreffen und sich mit einem Ausweis als SLS-Doping-Kontrolleur legitimieren. Dem Verantwortlichen wird mitgeteilt, welche Wettkampfrunde ( Viertelfinale, Halbfinale oder Finale ), welche Wettkampfgruppe ( Damen oder Herren oder beide ) und welche Wettkampfränge, die ausgelost werden ( Finale Damen: 6., 3., 2. Rang ), kontrolliert werden. Die so ausgelosten « Wettkampfränge » werden nach Beendigung der Wettkampfrunde « diskret » zur Seite genommen und einer Urin-Kontrolle mit A- und B-Probe unterzogen. Die Proben werden mit Nummern versehen und in die jeweiligen Untersuchungslabors zur Analyse gebracht.

Als Verbandsverantwortlicher erhält man im Falle eines negativen Ergebnisses, was bedeutet, dass kein Dopingvergehen vorliegt und die Probe « sauber » war, kurze Zeit später diese schriftliche Information und - Karten lesen Handbuch zu den Landeskarten von Martin Gurtner Eine wertvolle Lehrschrift für Alpinisten, für Lehrer, Kursleiter und Schüler.

Aus dem Inhalt:

- Wie eine Landeskarte entstehtWas in einer Karte stehtWie benütze ich Kompass, Höhenmesser und Karte usw.

Ausgabe 1995, deutsch, 288 Seiten, reich illustriert Art.. " " .Nr. 137-0 SAC-Mitgliederpreis Fr. 29.. " " .Ladenpreis Fr. 38. Bestellungen an:

SAC-Buchauslieferung Postfach 134, 7004 Chur Tel. 081 286 90 45

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