Präsidentenkonferenz 2007 Genderanalyse, Statutenänderung, Umweltbeauftragte

Die Ergebnisse der Genderanalyse im SAC und die Frage, wie viele Mitglieder eine Sektion an die Abgeordnetenversammlung delegieren kann, standen im Zentrum der Präsidentenkonferenz in Ittigen bei Bern. Diskutiert wurde zudem die Aufwertung der Umweltbeauftragten.

Zweifel an dieser hohen Zahl Bereitwil-liger hegten einige Teilnehmer der Präsidentenkonferenz ( PK ), die erstmals im Haus des Sports in Ittigen bei Bern stattfand. Bei einer konkreten Anfrage, so ein Votum, würden meistens viele « Aber » auftauchen. Amstutz bemerkte dazu, dass gerade darum der SAC bzw. die Sektionen ihre Rahmenbedingungen überprüfen sollten. Ihre Untersuchun gen hätten gezeigt, dass der Frauenanteil im SAC immer grösser werde. Trotzdem sei die Aufgabenverteilung noch so, dass in Führungsfunktionen – Präsidium, Tourenchef oder JO-Chef – die Männer dominieren, wohingegen bei unterstützenden Funktionen wie Mitgliederdienste oder Redaktionstätigkeiten die Frauen in Überzahl seien. Zentralvorstandsmitglied Christian Gysi äusserte sich zu den Anliegen des Bereichs Umwelt und würdigte den zurückgetretenen Leiter im Ressort Umwelt Jürg Meyer als « Anwalt der Umwelt ». Der scheidende Chefredaktor der Alpen, Etienne Gross, blickte dankbar, aber nicht unkritisch auf seine langjährige Tätigkeit zurück. Hier zusammen mit dem Zentralvorstandsmitglied Catherine Borel Erstmals versammelten sich die SAC-Sek-tionspräsidenten im Haus des Sports in Ittigen bei Bern.

Seitens des SAC meinte Leo Condrau, Vertreter des Zentralvorstandes ( ZV ) in der Steuerungsgruppe Genderanalyse, dass der Verband basierend auf der vorgelegten Untersuchung das Thema weiterverfolgen werde. So soll bis zur Abgeordnetenversammlung ( AV ) 2008 ein Umsetzungskonzept erarbeitet werden. An den Regionalkonferenzen, Touren-chef- und JO-Cheftagungen im nächsten Herbst wird mit einer Sensibilisierungs-kampagne begonnen. Zudem sollen für die Periode 2009/2010 ca. 100 000 Franken für konkrete Projekte eingeplant werden. Bereits jetzt hat aber die Studie für SAC-Präsident Frank Urs Müller zu einer erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber dem Thema geführt.

Nicht nur der Frauenanteil im SAC nimmt zu, sondern auch die Gesamtmitgliederzahl. Darum schlug Christian Cotting, Jurist im ZV, der PK eine Statutenänderung bezüglich der Anzahl Abgeordneten vor, die an der AV teilnehmen. Zur Abstimmung standen zwei Fotos: Dieter Spinnler Der informelle Austausch gehört auch zur Präsidentenkonferenz. Führte aufmerksam und humorvoll durch die Präsidenten- konferenz: Frank-Urs Müller, SAC-Zentralpräsident « Der SAC sollte seine Rahmenbedingungen überdenken », meinte Nathalie Amstutz, die im Auftrag des SAC eine Genderanalyse durchgeführt hatte. Der Schweizer Spitzenkletterer Cédric Lachat demonstriert sein Können an der neuen Kletterwand im Haus des Sports.

Varianten. Es obsiegte relativ klar das 700er-System. Bei diesem schickt jede Sektion einen Vertreter pro 700 – statt wie bisher 500 – Mitgliedern, wobei jede Sektion unabhängig von der Sektions-grösse mindestens Anrecht auf einen Abgeordneten hat. Die zweite Variante wäre das System « Nationalrat » gewesen. In diesem hätte es die fixe Anzahl von 224 Sitzen gegeben, doppelt so viele wie es Sektionen gibt. Die Sitze wären nach dem Proporzsystem auf die Sektionen verteilt worden.

Gegen eine gewisse Skepsis anzukämpfen hatte Jöri Schwärzel. Der Präsident der Umweltkommission plädierte für eine Aufwertung der Sektionsumweltbe-auftragten. Diese sollten idealerweise im Vorstand vertreten sein. Leider sei es momentan noch so, dass nicht einmal alle Sektionen einen Umweltbeauftragten ernannt hätten, hielt Schwärzel fest. Für weitere Erschliessungsprojekte oder Skitourenkarten sei es nötig, gut verankerte Personen in den Sektionen zu haben. Denn diese kennen die lokalen Gegebenheiten und Interessen. Dass die Umweltanliegen wichtig seien, räumten auch die Präsidenten ein. Sie wollen aber keine von oben herab verordneten Umweltbeauftragte.

Nächste Termine

Abgeordnetenversammlung ( AV ): 7. Juni 2008 in Luzern

Präsidentenkonferenz ( PK ): 8. November 2008 in Ittigen bei Bern

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