Schwierig, schwierig

Die Skalen im Bergsport überlappen sich teilweise

Schwierigkeitsangaben sind wichtige Hilfsmittel für die Tourenvorbereitung. Damit werden die Anforderungen einer Tour auf einen kurzen Nenner gebracht. Bei allen Unterschieden zwischen den Sportarten: Allen gemein ist die grosse Bandbreite zwischen der einfachsten und der höchsten Schwierigkeitsstufe.

So sind zum Beispiel die Anforderungen einer « leichten » Hochtour, etwa der Überschreitung des Petersgrates ( L ), völlig andere als diejenigen bei der Durchsteigung der Heckmaier-Route auf den Eiger ( AS/V+ ).

Dies gilt sinngemäss auch für das Berg- und Alpinwandern. Auch hier verlangen anspruchsvolle Touren im teilweise weglosen Gelände sehr viel höhere Qualifikationen als auf signalisierten Bergwegen. Touren im oberen Bereich dieser Skala zwischen T5 und T6 sind keine « Wanderungen » im üblichen Sinne, sondern erfordern eine sehr gute Trittsicherheit, Vertrautheit mit exponierten Passagen und einen guten Routensinn im weglosen Gelände. Dadurch ergibt sich ein fliessender Übergang zur Kletter- oder Hochtourenskala.

Das wesentliche Element zur Abgrenzung zwischen einer Alpinwanderung und einer Hochtour bildet der Einsatz von zusätzlichen Hilfsmitteln ( Steigeisen, Pickel, Seil ). Touren, bei denen solche unter gleich qualifizierten Teilnehmern gemäss der Lehrmeinung1 nicht erforderlich sind, werden mit der Alpinwanderskala klassifiziert. Bei ungünstigen Bedingungen ( zum Beispiel harte Firnfelder ) oder bei unterschiedlich befähigten Tourenteilnehmern sollte die entsprechende Ausrüstung mitgeführt und deren Handhabung beherrscht werden. Routen über verschneite Gletscher, wo Stürze in verdeckte Spalten möglich sind, werden jedoch grundsätzlich mit der Hochtourenskala bewertet, auch wenn diese von der bewegungstechnischen Geschicklichkeit her deutlich einfacher sein können als eine anspruchsvolle Alpinwanderung.

Hinweis

www.sac-cas.ch > Ausbildung und Touren > Schwierigkeitsskalen

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