Taschenführer Alpenblumen

Die Arten in diesem neuen Bestimmungsbuch sind nach Blütenfarbe und Blütenmerkmalen angeordnet, sodass sie auch ohne botanische Vorkenntnisse leicht gefunden werden können – vorausgesetzt, die Pflanze blüht. Für die Bestimmung hilft auch, dass auf den sorgfältigen Zeichnungen die Bestimmungsmerkmale deutlicher hervorgehoben sind, als dies bei Fotos möglich ist. Die einzelnen Pflanzenarten sind aber nicht alle im gleichen Massstab abgebildet, und die Grössenangaben dazu sind nur in der Artbeschreibung ersichtlich, nicht aber auf den ersten Blick.

Als Zusatzinformationen bietet der Führer interessante Angaben zu Bestäubungs- oder Verbreitungsmechanismen oder Hinweise auf wichtige Inhaltsstoffe der einzelnen Arten und ein Einleitungskapitel, in dem die Lebensräume auf den verschiedenen Höhenstufen kurz beschrieben werden. Etwas verwirrend ist, dass einige Arten nicht unter ihrer Blü-tenfarbe, sondern unter der Rubrik «Zwergsträucher» abgebildet sind. Doch im schmalen und entsprechend leichten Büchlein ist eine gesuchte Art trotzdem bald aufgespürt.

Nicht ideal ist allerdings die Auswahl der 220 Arten für die Schweizer Alpen. Mehr als 10% der im Buch vorgestellten Pflanzen kommen bei uns nicht vor. Weitere Arten sind so selten, dass man sie kaum jemals auf einer Bergwanderung antreffen wird. Andere bei uns verbreitete Arten fehlen hingegen. Wem es aber nicht so wichtig ist, wenn zahlreiche Arten fehlen, oder wer eher in Deutschland oder Österreich unterwegs ist, wird an diesem Bestimmungsbüchlein Freude haben.

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