Topaktuelles Videokino im Alpinen Museum Bern

In seinem neuen Videokinoprogramm 2/97 zeigt das Schweizerische Alpine Museum in Bern vom 22.11.1997 bis 8.2.1998 sechs Filme, die ein sehr breites und gleichzeitig auch sehr aktuelles Themenspektrum abdecken. Besonders attraktiv ist sicher Free climbing the Nose, ein Film über die erste Rotpunkt-Begehung des ca. 1000 m hohen Granitmonolithen El Capitan im Yosemite Valley ( USA ) durch die Spitzenkletterin Lynn Hill.

Lynn Hill unter dem grossen Dach an der Nose ( aus dem Film Free climbing the Nose ) topaktuelle Produktionen gezeigt, die eben erst am Filmfestival des Alpinen Films in Trento ( I ) und am FIFAD ( Festival International du Film Alpin ) in Les Diablerets vorgeführt wurden.

Die neuen Filme zeichnen sich neben einer erstaunlichen Professionalität insbesondere durch eine erfrischende Dramaturgie aus. Die jungen Filmemacher sind mit den visuellen Medien aufgewachsen und haben ihre Erfahrungen im Umgang mit den Medien in ihre Filmarbeit eingebaut. Mit diesen neuen Zugängen wird in den Filmen auch ein neues Bild vom Gebirge und den Menschen im Gebirge entworfen. Das neue Videokinoprogramm gibt einige Einblicke in diese neuen Formen der filmischen Annäherung in den Sparten « Alpinsport », « Alpine Kultur » und « Mythos Berg ».

Alpinsport - neue inhaltliche Schwerpunkte Bei alpinistischen Filmen zeichnet sich in den letzten Jahren eine deutliche Tendenz ab, die alpinen Sportarten mit neuen inhaltlichen Schwer- punkten und mit einer verbreiterten Wahrnehmung der sportlichen Leistungen zu zeigen. Die Protagonisten werden nicht mehr als charismatische Helden verherrlicht, im Vordergrund stehen vielmehr deren sportliche Leistung und das Bild der Persönlichkeiten, die zu solchen Leistungen fähig sind. Fast ganz ausgestorben sind heute die Werbespots gleichenden Werke, die gewollt risikoreiche sportliche Leistungen aus reiner Sensationshascherei in spektakulären Bildern einfangen. Die Filme Free Climbing the Nose von Lynn Hill, Five Winter Stories von Warren Miller und Escape! von Uli Wiesmeier geben als Vertreter dieser neuen Generation alpinsportlicher Filme einen Einblick in die Arbeitsweise und zeigen mit spektakulären Bildern, aber auch spannend und nie ohne Witz, was den Menschen heute in den Bergen sportlich herausfordert.

Alpine Kultur Filme aus den Bereichen der alpinen Kultur beschäftigen sich heute zunehmend mit den Auswirkungen der modernen Entwicklung auf die Bergbevölkerung. Dabei geht es nicht zuletzt um die Nutzungsverschiebungen weg von der Landwirtschaft hin zum touristischen, dienstleistungsorientierten Angebot und den damit verknüpften Veränderungen des Alltags im Berggebiet. Hans-Dieter Hartl blickt mit seinem Film Wilderer, Schmuggler und andere Leut'-Geschichten aus weniger guten Zeiten zurück in die dreissiger und fünfziger Jahre, und ReneZumbühl und Christoph Schaub zeigen mit ihrem Film Kastanien im Bergeil,wie sich eine lokal einst lebenswichtige landwirtschaftliche Nutzung vielleicht noch vor dem raschen Untergang retten lässt.

Mythos Berg Die filmische Annäherung an die Berge als Teil eines weit gefassten kulturgeschichtlichen Verständnisses erfolgt auch erst in jüngster Zeit. Gerade in diesem Bereich sind auch in Zukunft neue Ansätze und Ideen zu erwarten. Da gibt es Berge, die zum Symbol einer Gemeinschaft und zur Grundlage ihrer Identität gemacht werden, ein Berg wird zum Ort, mit dem man sich zutiefst verbunden Videokinoprogramm 2/97 im Schweizerischen Alpinen Museum in Bern Tag Montag Five Winter Stories ( 46 min, Warren Miller ) Dienstag Escape + Free Climbing The Nose ( 12 min, Uli Wiesmeier + 25 min, Lynn Hill ) Mittwoch Kastanien im Bergell ( 27 min, René A. Zumbühl und Christoph Schaub ) Donnerstag Wilderer, Schmuggler und andere Leut'( 43 min, Hans-Dieter Hartl, Bayerischer Rundfunk ) FreitagDer Watzmann 43 min, Jürgen Eichinger, Bayerischer Rundfunk ) Samstag Five Winter Stories 46 min, Warren Miller ) Sonntag Wilderer Schmuggler und andere Leut'( 43 min, Hans-Dieter Hartl, Bayerischer Rundfunk ) Die Filme werden vom 22.. " " .November bis 8. Februar 1998 täglich während der üblichen Öffnungszeiten des Museums und an den Abendveranstaltungenvom 6. Januar 1998 ( mit den Filmen: Der Watzmann, Free climbing the Nose, Kastanien im Bergell),vom 27. Januar 1998 ( mit den Filmen: Wilderer, Schmuggler und andere Leut ', Escape!, Five Winter Stories ) um 2O.00 Uhr im hauseigenen Videokino vorgeführt.

Nicht nur die sportliche Spitzenleistung, sondern auch die besondere Persönlichkeit der Kletterin Lynn Hill kommt im Film Free climbing the Nose sehr gut zum Ausdruck.

Videokinoprogramm 2197 Ort: Schweizerisches Alpines Museum, Helvetiaplatz 4, 3005 Bern Dauer: 22.11.1997 bis 8.2.1998 Öffungszeiten: Mo 14 bis 17 Uhr, Di bis So 10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr; geschlossen: 24. Nov., 24. und 25. Dez., 31. Dez. 1997 und 1,Jan. 1998 Eintritt: Der Eintritt zu den Filmvorführungen ( ohne Abendvorführung ) ist im ordentlichen Eintrittspreis des Alpinen Museums inbegriffen. ( Fr. 5., SAC-Mitglieder Fr. 3. ). Der Eintrittspreis für die Abendveranstaltungen beträgt Fr. 5., ohne Ermässigung.

< fühlt. Der Watzmann ist ein solcher Symbolberg, und Jürgen Eichinger greift in seinem Film Der Watzmann das Thema auf und liefert ein filmisches Porträt des Wahrzeichens vom Berchtesgadener Land.

Gem. Mtlg.14.15 Uhr 15.45 Uhr Kastanien im Bergell ( 27 min, René A. Zumbühl und Christoph Schaub ) Wilderer, Schmuggler und andere Leut'( 43 min, Hans-Dieter Hartl, Bayerischer Rundfunk ) Der Watzmann 43 min, Jürgen Eichinger, Bayerischer Rundfunk ) Five Winter Stories 46 min, Warren Miller ) Escape + Free Climbing The Nose 12 min, Uli Wiesmeier + 25 min, Lynn Hill ) Der Watzmann 43 min, Jürgen Eichinger, Bayerischer Rundfunk ) Escape + Free Climbing The Nose 12 min, Uli Wiesmeier + 25 min, Lynn Hill )

Sucher/ Medien

.ibri, media

Canyoning ist ein neuer und anspruchsvoller Natursport, über dessen Erfordernisse oft wenig, aber auch falsche Vorstellungen existieren. Vermutlich deshalb haben sich die Autoren zu Recht veranlasst gesehen, zwei Kapitel zu « Ausrüstung und Sicherheit » sowie « Gefahren beim Canyoning » vorzuschalten. Beide sind - notgedrungen, da es sich um einen Tourenführer handelt - knapp, aber doch so informativ gehalten, dass man sich in die Themen grundlegend eingeführt sieht.

Alexander von Imhof, München ( D )

.ivres / Médias

Bergverlag Rother, München 1997. Fr. 41. Auch Bergsportler, die in den Alpen « zu Hause » sind, wissen die Pyrenäen zu schätzen. Viele Gipfel und Routen sind dort zu weithin bekannten Klassikern avanciert. Weniger bekannt ist, dass das kontrastreiche Grenzgebirge auch eine Fülle faszinierender Schluchten beherbergt - für Canyo-ningfans ein Paradeziel!

Mit dem vorliegenden Canyoning-Führer wagen sich der Bergverlag Rother und seine Autoren in Neuland vor, mit einem, um es vorwegzunehmen, überzeugenden Einstieg. Fast neunzig der attraktivsten Routen in den Pyrenäen und der Sierra de Guarà sind in dem Band zusammengestellt, und schon beim ersten Durchblättern wird man von der immensen szenischen Vielfalt dieser Schluchten beeindruckt, die in den zahlreichen Farbabbildungen eingefangen ist. Die detaillierten und handlich gegliederten Tourenbeschreibungen geben im Vorspann ein anschauliches und charakteristisches « Profil » der vorgestellten Schlucht; An- und Abweg ( oftmals ergänzend in Lageskizzen illustriert ) werden so ausführlich wie nötig protokolliert und die technischen Schlüsselstellen des Abstiegs vermerkt. Wichtige Hinweise zu den sportlich-technischen Bedingungen der Tour - u.a. zu Schwierigkeitsgrad, Routenlänge, Gehzeiten, Ausrüstung und Kartenmaterial -sind in einem optisch abgesetzten Infoblock zusammengefasst. Die Textbeschreibung ergänzen übersichtliche Profilskizzen, die den topografischen Verlauf und die Sicherungspunkte der Schlucht verzeichnen. Eine nützliche Hilfe sind die kompakten Gebietsüberblicke, die, zumal für den Landesunkundigen, eine erste Orientierung und Auswahl erlauben.

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