Vertikale Ebenen

Felslandschaften in den Glarner Alpen. Helden Verlag 2011; 144 Seiten mit 80 grossformatigen Duplex-Fotografien, ISBN 978-3-905748-07-9. Fr. 78.–

Es sind nicht die Gipfel, die Fridolin Walcher interessieren. Vielmehr sind es die vertikalen Ebenen dazwischen: Fridolin Walcher tastet mit der Kamera die karge und zugleich reiche Landschaft der schroffen Felswände ab, die sich in den Glarner Alpen von der Talsohle direkt in den hochalpinen Bereich emporziehen. Drei Autoren äussern sich zu Walchers Bildern: Nadine Olonetzky reiht Walchers Bilder in die Geschichte der Alpenfotografie ein, während Rahel Marti der Vertikalen die Horizontale entgegensetzt: Wie lebt es sich eigentlich zwischen Wänden und Hängen«Die Gipfel, von denen aus es in allen Richtungen abwärts geht, haben mich kaum je gelockt », bekennt sich der Autor Otto Brühlmann zum Programm dieses Bildbands. Seine verdichteten Reflexionen begleiten Fridolin Walchers Felslandschaften in ganz eigenem Rhythmus. Dem Glarner Fotografen ist ein schmaler, aber aussergewöhnlicher Bildband über die Bergwelt gelungen.

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