Wie SAC-Hüttenwarte «Hütten-Marketing» betreiben

« Hütten-Marketing »

betreiben

SAC-Hüttenwarte an der BEA ( 24. April bis 3. Mai 1999 ) Viele, wenn nicht sogar die meisten SAC-Hütten weisen rückläufige Besucherfrequenzen auf. Zudem sorgt sich der SAC um seine Mitgliederzahl. Durch einen Auftritt an der BEA als Sonderschau mit SAC-Hütte und -Hüttenver-pflegung versucht eine Gruppe von Hüttenwartinnen und -war-ten aus dem Haslital, Wege aufzuzeigen, wie diese Probleme angegangen werden können.

Vorgeschichte November 1997: Hüttenwartekurs anlässlich der Generalversammlung der Vereinigung der Schweizerischen Hüttenwarte, Traktandum « Hüttenwarte und Marketing ». Dieses Thema vermittelt eine eigentliche Marke-ting-Motivations-Spritze, die weit über Hüttenpostkarten und T-Shirts hinausreicht. Einige Hüttenwarte nehmen sich die Anregung zu aktivem Marketing zu Herzen, und zwar unter dem Motto « gemeinsam bringen wir mehr zustande ».

Dezember 1997: Zum ersten Mal trifft man sich in Meiringen, um sich mit Aktivitäten und Massnahmen im Bereich Hüttenmarketing zu befassen. Es wird beschlossen, u.a. einen regionalen Hüttenprospekt herauszugeben. ( Auch im Urnerland haben sich verschiedene Hütten zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen !) Zwei Monate später: nächstes Treffen. Da wird die Idee geboren, an der BEA 1999 einen improvisierten SAC-Hüttenbetrieb zu führen.

September 1998: Von Seiten der BEA wird grosses Interesse an der Hütten-Idee bekundet. Ihr Vorschlag: Die SAC-Hütte soll als Sonderschau ins Programm aufgenommen werden. Und zwar mit einem attraktiven Freiluft-Standplatz in der Nähe des Haupteingangs. Somit ist der Schritt von der Idee zur Realisierung getan.

November 1998: Die Ziele sind formuliert: Werbung für SAC-Hütten und für den SAC ( Mitgliederwerbung ); Reaktivierung « passiver » Alpinisten; Geldbeschaffung aus dem Verpflegungsbetrieb, um den Hüttenprospekt mitzufinanzieren.

So packen wir es an Wir stellen schnell fest, dass wir uns für das Vorhaben organisieren müssen. Ressorts ( Bauwesen, Verpflegung, Werbung, Finanzen, Personal ) werden gebildet, um die anfallenden Arbeiten umfassend erledigen zu können und unsere « Hütte » termingerecht am 24. April 1999 in Betrieb zu nehmen. Wenn auch nur für ein paar Tage.

In der improvisierten Hütte, die durch « richtige » Hüttenwarte betreut wird, kann man sich wie nach einer Tour von den ( Ausstellungs- ) Strapazen erholen, Hüttenstimmung spüren und sich bei Speis und Trank « à la SAC-Hütte » stärken. Zusätzlich kann man in Publikationen aus der SAC-Bibliothek stöbern. Und ganz wichtig: Für Interessierte besteht die Möglichkeit, sofort SAC-Mitglied zu werden.

Kommen Sie auch?

Haben wir auch Sie angeregt, uns an der BEA zu besuchen? So mühelos hat man bis anhin noch nie den Aufstieg zu einer SAC-Hütte bewältigt: keine hohen Schuhe, keine Schweisstropfen und trotzdem Hüttenromantik. Vielleicht können Sie sogar einem Nicht-SAC-Mitglied den SAC schmackhaft machen. Und zudem geben Sie mit Ihrem Besuch uns Hüttenwarten und -wartinnen die Gewissheit, mar-ketingmässig einen wichtigen Schritt nach vorne getan zu haben.

Urs Bühler, Hüttenwart Dossenhütte

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