Work&Climb-Camps und Hüttenwochen

Du hast deine Sommerferien noch nicht völlig verplant und möchtest eine Woche in der Umgebung einer SAC-Hütte verbringen. Dann sind die Work&Climb-Camps und die Hüttenwochen genau das Richtige für dich.

Genau so! Das Sprichwort «zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen» trifft bei Work&Climb nur bedingt zu, macht doch auch die Arbeit Spass: in der herrlichen Bergwelt, in der frischen Luft und bei jedem Wetter, gemeinsam mit Gleichgesinnten – in jedem Camp können 6 bzw. 12 Jugendliche teilnehmen – an einem sinnvollen Projekt auf einer SAC-Hütte arbeiten. Einen Weg sanieren und mit Steinmännern markieren, eine Wasserleitung erneuern, ein Dach ausbessern – kurz handfeste Arbeit, bei der du siehst, wie das Werk fortschreitet; bei der du trotz Konzentration deinen Gedanken freien Lauf lassen kannst; bei der du ein intensives Teamgefühl erlebst. Und dann als «Zugabe» gemeinsames Klettern; oder eine schöne Bergtour; eine Ausbildung auf dem Gletscher. Und abends nach dem gemütlichen Hüttenznacht und zufriedenen Rückblick auf den intensiven Tag mit herrlich müden Knochen als letzte Anstrengung den «Piz Matratz» besteigen.

Gemeinsam gehts am Sonntag vom Treffpunkt bei der letzten Bus- oder Bahnstation in die Hütte. Je nach Hütte reichts noch für eine oder zwei Seillängen, fürs Auskundschaften der Hüttenumgebung oder für eine Baustellen-Be-sichtigung. Von Montag bis Freitag entfallen dann etwa zwei Drittel der Zeit auf die Arbeit und der Rest auf die Freizeit. Beides, Arbeit und Freizeit, wird von erfahrenen Personen betreut. Was an Arbeit geplant und was in der Freizeit stattfinden wird, erfährst du in der nachfolgenden Übersicht. Bei der Arbeit musst du sicher nicht schuften wie ein Pferd, aber Lust zum Zupacken solltest du schon mitbringen. Ausser in der Fründenhütte sind in allen Camps auch Kletter- bzw. Bergtouren-Anfänger willkommen.

Was du während einer oder mehrerer Hüttenwochen erleben kannst, hat in der Februar-ALPEN-Ausgabe unser Stift auf der SAC-Geschäftsstelle, Anne-Sophie Meyer, beschrieben. Sie verbrachte zwei Wochen als Hüttengehilfin auf der Cabane de Trient. Im Unterschied zu den Work&Climb-Camps arbeitest du während der Hüttenwochen hauptsächlich drinnen und hilfst dem Hüttenwarte-Team beim Putzen, Rüsten, Kochen, Abwaschen, Servieren und und und – Hüt-tengehilfen-Arbeit eben. Ist das Wetter schlecht, gehts eher ruhig zu und her; herrscht strahlender Sonnenschein, kanns auch ganz schön hektisch werden. Aber genügend Zeit zum Faulenzen oder für eine kurze Wanderung bleibt alleweil. Viele Hütten haben tolle Klettergebiete in unmittelbarer Hüttennähe, sodass du die Kletterfinken nicht vergessen darfst. Als Lohn für deine Arbeit erhältst du zwar keine harten Franken, hingegen Ende Jahr den Hüttenpass, mit dem du während des ganzen Jahres 2002 in vielen SAC-Hütten gratis übernachten kannst.

Mitmachen bei beiden Angeboten können Jugendliche ab 15 Jahren. Mit dem nebenstehenden Talon kannst du sowohl Anmeldeunterlagen für Hüttenwochen als auch für Work&Climb-Camps bestellen. Du erhältst dann das gewünschte Anmeldeformular sowie eine Hüttenwo-chenliste, aus der du deine Wunschhütte auswählen kannst.

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