Zopfi, Emil: Kilchenstock. Der Bergsturz in den Köpfen

Limmat Verlag, Zürich 1996. Fr.38. « Zwischen den Baumstämmen glänzt im Südwesten der Firngrat zwischen Glarner- und Bündnertödi, Simlergrat heisst er, benannt nach Rudolf Theodor Simler, dem Gründer des Schweizer Alpenclubs. Jakob Vögelis grösster Wunsch ist, einmal dort oben zu stehen, auf dem Grat, der sich wie ein Seil in den Himmel spannt, dreitausend Meter über dem Tal, dort oben balancieren wie ein Artist (... ). Doch er besitzt weder Seil noch Pickel, in den Alpenclub traut er sich nicht, das ist ein Herrenverein, Direktoren und Doktoren sind die Mitglieder. » Soweit ein Ausschnitt aus dem jüngsten Roman des Glarners Emil Zopfi, der ihn in seiner Heimat angesiedelt hat, ganz hinten im Tal. Am Kilchenstock oberhalb von Linthal drohte in der Zwischenkriegszeit nach dem Urteil der Wissenschaftler ein Bergsturz. Ins Rutschen kam aber auch die Wirtschaft: Textilfabriken entliessen Arbeiterinnen und Arbeiter. Aus dieser doppelten Bedrohungslage hat Zopfi, Literaturpreis-träger des SAC, einen atmosphärisch dichten Roman geschrieben, in dem er geschickt Fakten und Fiktion verwebt. « Um 9 Uhr lichtete sich der Himmel. Mächtige Schneefahnen wehten über Stöcke und Gräte im Tödigebiet, und blauer und blauer zeigte sich das Firmament », hielt Kaspar Freuler 1930 in der NZZ fest. Er ist, wie Jakob Vögeli oder Geologe Albert Heim, SAC-Ehrenmitglied, eine der lebendigen Figuren im Kilchenstock.

Daniel Anker, Bern e

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