COVID-19

Auch in den Winter- und Schutzräumen der SAC-Hütten gilt für die Übernachtung eine vorgängige Reservationspflicht. Wie du deinen Schlafplatz reservieren kannst, erfährst du auf der Website der entsprechenden SAC-Hütte.

Haftungsausschluss

Das Begehen von Routen in alpinem Gelände erfordert gute Kondition, seriöse Vorbereitung und technische Kenntnisse im Bergsport. Die Begehung der beschriebenen Routen erfolgt auf eigene Verantwortung. Für sicheren Bergsport empfiehlt der SAC eine Ausbildung unter fachkundiger Leitung. Alle Inhalte im SAC-Tourenportal werden mit grösstmöglicher Sorgfalt zusammengestellt. Der Schweizer Alpen-Club SAC und die Autoren übernehmen keinerlei Gewähr für die Aktualität, Korrektheit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Haftungsansprüche jegliche Art gegenüber dem SAC sowie gegenüber den Autoren sind ausgeschlossen.

Baltschieder Klettersteig Wiwannihütte 2470 m

  • Schwierigkeit
    K4
  • Aufstieg
    2:45 h, 680 Hm
  • Erfahrung
    3 / 4
  • Kraft
    2 / 4
  • Ausdauer
    3 / 4
  • Psyche
    2 / 4

Manchmal passt einfach alles zusammen, der Weg, das Wetter, und oben, auf einem Platz, wie man ihn sich zauberhafter kaum vorstellen kann, steht auch noch eine kleine, gastliche Hütte. Die hat den lustigen Namen Wiwanni, und das Tal, durch das man zu ihr aufsteigt, gehört bestimmt zu den schönsten der Berner Alpen: Baltschieder. So heisst auch die Via ferrata, die Egi Feller und seine Bergführerkollegen in den 1990er- Jahren angelegt haben, eine Route, die sich in ihrer logisch-unverschnörkelten Linie nahtlos in die grandiose Szenerie einfügt, steil, am grossen Turm auch sehr luftig. Im Frühsommer ist die markante Geländerippe, über die der Klettersteig verläuft, ein einziges Blumenmeer, dazu entfaltet sich mit zunehmender Höhe die Kulisse des Baltschiedertals immer grossartiger. Doch die Runde über diesem wilden Graben ist weit mehr als nur ein eindrucksvolles Bergerlebnis. Der Zustieg allein ist bereits ein kleines Abenteuer, folgt er doch dem «Niwärch», einer der vielen Walliser Suonen, über die Gletscherwasser zu den Feldern in Dorfnähe geleitet wurde. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts zählte man mehr als 200 dieser Wasserwege mit einer Gesamtlänge von 1750 Kilometern! Viele sind längst verfallen, doch mittlerweile hat man die Bedeutung dieses Kulturerbes erkannt. Zahlreiche Suonen wurden deshalb in den letzten Jahren sanft rekonstruiert.

Routenbeschreibung

Zustieg
Baltschieder Klettersteig

Wenige Meter höher gabelt sich die Route (Hinweisschilder). Leichter (K3), aber auch weniger spannend ist die linke Variante, mehr schrofi g als echt felsig, anspruchsvoller die rechte (K4–5) mit ein paar senkrechten, aber bestens gesicherten Passagen. Beide vereinigen sich auf der riesigen, teilweise mit Gras bewachsenen Schräge (Blumen!). Hier ist das Gelände weniger anspruchsvoll, der Aufstieg zieht sich aber ganz ordentlich. Dabei rückt der markante Turm, die Schlüsselstelle der Route, langsam näher. Über eine lange Bügelreihe steigt man bei zunehmender Exposition an ihm hoch und quert knapp unter dem Gipfel nach rechts. Auf die luftige Traverse folgt ein kurzer Abstieg, bestens gesichert. Ein tiefer Felsspalt zwingt zum Spreizen – Grossgewachsene tun sich da leichter. Man passiert eine kleine Scharte, dann leiten die Sicherungen über Felsstufen ins Steilgras. Am Drahtseil gehts weiter bergan (Kondition!) bis auf die Höhe der Wiwannihütte (2463 m).

Zusatzinformationen

Charakter

Vor allem durch die Länge der Tour anspruchsvoller Klettersteig; rassigste Passagen zu Beginn (rechte Variante) und an dem markanten Turm, dazwischen aber auch viel Gras, deshalb nur bei trockenem Wetter ratsam. Die Route ist mit Drahtseilen und Krampen ausreichend gesichert. Im Frühsommer muss im Ausstiegsbereich mit Altschnee gerechnet werden. Dann steigt man mit Vorteil noch ein Stück auf und quert etwas höher zur Wiwannihütte.

Die rechte Variante ist anspruchsvoller (K4-5).

Zeit

Gesamtzeit 8 Std. Zustieg 2¾ Std., Klettersteig 2¾ Std., Abstieg 2½ Std.

Signalisation

Zu- und Abstieg weiss-rotweiss, Klettersteig weiss-blau-weiss

Abstieg

Auf dem Wiwanni-Hüttenweg zurück nach Ausserberg.

Autor / Autorin

Eugen Hüsler

Eugen E. Hüsler ist ein Zürcher Autor und Fotograf. Er hat ungefähr 70 Klettersteig-, Wander- und Radführer sowie Bildbände verfasst. Seine vielen Veröffentlichungen zum Thema Klettersteig führten zum Beinamen „Klettersteig-Papst“.

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