SAC Swiss Team für Einzelrennen in Madonna di Campiglio (ITA) disqualifiziert ISMF Weltcup 2021

Das gesamte SAC Swiss Team wurde für das am Sonntag, 28. März stattfindende Einzelrennen beim Weltcupfinale in Madonna di Campiglio (ITA) disqualifiziert. Auch von den anschliessenden Feierlichkeiten wurde das Schweizer Team ausgeschlossen. Grund ist das Missachten der Covid-19-Vorschriften seitens der Verantwortlichen von SAC Swiss Ski Mountaineering.

Eine Physiotherapeutin des Schweizer Betreuerteams wurde Anfang März positiv auf das Coronavirus getestet und begab sich vorschriftsgemäss in Isolation. Vor der Abreise ans Weltcupfinale wurde die Person nach wie vor positiv getestet, erhielt vom Schweizer Verbandsarzt aber nach weiteren Untersuchungen ein Attest, welches bestätigte, dass die Person nicht mehr ansteckend sei. In der Folge reiste die Physiotherapeutin mit dem gesamten Schweizer Team nach Italien, ohne an der Grenze kontrolliert worden zu sein.

Vor Ort beschlossen der internationale Skitourenrenn-Verband ISMF und das lokale Organisationskomitee, dass die Person trotz Attest wegen der behördlichen Covid-Richtlinien wieder zurück in die Schweiz reisen muss und kommunizierten dies gegenüber den Verantwortlichen von Swiss Ski Mountaineering mehrmals klar. Ungeachtet dieser Entscheidung wurde die Physiotherapeutin leider bewusst nicht nach Hause geschickt. Daraufhin wurde das Schweizer Team am Samstagabend, 27. März für das verbleibende Einzelrennen am Sonntag disqualifiziert und die Mannschaft trat am Sonntagmorgen die Rückreise in die Schweiz an.

Für dieses Fehlverhalten übernimmt der Schweizer Alpen-Club SAC die volle Verantwortung und er bedauert diesen Vorfall sehr. Der SAC entschuldigt sich bei seinen Athletinnen und Athleten, beim internationalen Skitourenrenn-Verband ISMF sowie den anderen Nationen, die am Weltcupfinale teilgenommen haben, in aller Form.

 

Für Auskünfte steht Daniel Marbacher, Geschäftsführer Schweizer Alpen-Club SAC, zur Verfügung: 031 370 18 01.

Update 6. April 2021

Der SAC ist immer noch dabei, die Ereignisse von Madonna di Campiglio aufzuarbeiten. Letzte Woche fanden bereits mehrere interne Meetings statt, um mit der notwendigen Transparenz den Fall zu analysieren und für die Zukunft, die Lehren zu ziehen. Ebenfalls fand ein Debriefing mit dem gesamten Elite- und Nachwuchs-Kader von Swiss Ski Mountaineering sowie dem Betreuerteam, welches in Italien vor Ort war, statt. An dieser Stelle möchten wir auf einen wichtigen Punkt hinweisen, welcher aus der bisherigen Kommunikation nicht klar hervorgegangen ist: Die Schweizer Athletinnen und Athleten hatten bis zum Zeitpunkt der Sanktion des internationalen Skitourenrennverbandes ISMF vom Samstagabend, 27. März keinerlei Kenntnisse über den positiven Test der Physiotherapeutin. Auch über die damit verbundenen Entscheide der Teamverantwortlichen von Swiss Ski Mountaineering waren sie nicht informiert.

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