Der Wald klettert weiter hoch

Die Klimaerwärmung führt dazu, dass die Baumgrenze höher liegt. Das ist eine plausible Annahme. Ob und in welchem Ausmass dies geschieht, ist aber in der Schweiz nicht einfach zu belegen. Denn hierzulande gibt es kaum eine nicht genutzte Gegend. Wissenschaftler der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL haben darum in Zusammenarbeit mit russischen Kollegen das Phänomen im fast unberührten polaren Ural untersucht. Sie konnten zeigen, dass hier die Waldgrenze in den letzten hundert Jahren um bis zu 60 Meter gestiegen ist. Gemäss der Meldung des WSL von Ende des letzten Jahres hat sich auch die Wuchsform der sibirischen Lärche verändert. Es gibt weniger kriechende, dafür immer mehr aufrechte Stämme. Zudem sind Bäume mit mehreren Stämmen seltener und solche mit nur einem Stamm häufiger geworden. Während der untersuchten Zeit ist die Jahresdurch-schnittstemperatur um 0,9 °C und die Niederschlagsmenge um mehr als 50% gestiegen. 

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