Ein unvergessliches Abenteuer UIAA-Lager auf der Krim (Ukraine)

Nicht allein das Klettern beeindruckte die Lagerteilnehmer auf der Krim, sondern auch die Alltagserfahrungen und die abenteuerliche Anreise.

Um all die erlebten Eindrücke aufs Papier zu bringen, müssten wir viel mehr Platz haben, deshalb einige wesentliche Erlebnisse: Mit der Swissair nach Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, wo uns der siebzigjährige topfitte Lagerleiter Alexander abholte. Dann 16 Stunden mit dem Zug Richtung Krim, ab Simferopol noch zwei Stunden Schüttelfahrt mit dem Bus bis Sudak am Schwarzen Meer. Erstes gegenseitiges Beschnuppern der Lagerteilnehmer. Und dann Klettern am Mt. Sokol: welch fantasievolle und ungewöhnliche Klettermethoden der Einheimischen, bei herrlicher Aussicht aufs Meer, aber auch starken Winden und entsprechend tiefen Temperaturen – Wollmütze und die Gore-Tex-Hand-schuhe waren gefragt. Trotzdem eine Dusche im Meer, denn eine Salzdusche ist besser als keine! Und wie gut klangen die Lieder auf der verbotenen Nachtwanderung.

Und schon bald wieder zurück in Kloten: Kleinkariertheit und Genauigkeit der Schweizer fallen auf. Erst jetzt wird uns bewusst, dass wir überaus verwöhnt sind und materiell gesehen im Überfluss leben.

Trotz den sehr bescheidenen sozialen und hygienischen Verhältnissen waren die Menschen ausgesprochen gastfreundlich, hilfsbereit und um unser Wohl besorgt. Was die Grosszügigkeit und die Offenheit dieser Menschen betrifft, könnten manche Westeuropäer noch viel lernen.

Unheimlich gut hat es uns gefallen, unseren Horizont bereichert und uns gelehrt, alles mit einer gewissen Gelassenheit auf uns zukommen zu lassen und die Bequemlichkeiten und den Luxus der Schweiz zu schätzen. Von der spannenden, erlebnisreichen und abenteuerlichen Woche werden wir bestimmt noch unseren Enkeln mit Begeisterung erzählen.

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