Ergänzende Berichte der Ressorts

Die Umsetzung des Ausbildungskonzeptes parallel zur Reorganisation des Bereiches Alpinismus erwies sich als schwierige Aufgabe. Trotzdem wurde im Bereich Ausbildung intensiv gearbeitet: Das Jahresprogramm 2000 konnte inhaltlich und gestalterisch in Zusammenarbeit mit den anderen Bereichen aufgewertet werden. Die Kursstatistik 1999 zeigt eine positive Tendenz, dies auch dank professioneller Beratung der Interessenten durch die Geschäftsstelle. Da ab August der Präsident der Ausbildungskommission gewisse Aufgaben des Ausbildungsbeauftragten, der seine Aufgabe nur kurze Zeit ausführte, in Mandatsform übernahm, konnten Kaderkurse in den Disziplinen Steileisklettern, Lawinenkurse und Sportklettern durchgeführt werden. Unter der Führung der Ausbildungskommission wurden im Herbst in Zusammenarbeit mit der Tourenkommission auch die Tourencheftagungen organisiert.

Nach der Auflösung der verschiedenen Kommissionen im Herbst 1998 lag die Verantwortung für die Zusammenstellung des Tourenangebots 2000 in den Händen des damaligen Ressortleiters Alpinismus Peter Siegrist. Die Tourenkommission nahm ihre Arbeit im August auf. Da sie sich primär als Dienstleister den Sektionen gegenüber versteht, will sie deren Bedürfnisse (z.B. Mustertourenregle-ment, Infobulletin für Tourenleiter, Routensanierungen, Trends) aufnehmen und bearbeiten. Sie gab auch eine Diplomarbeit in Auftrag, um auf der Basis einer Umfrage ein Konzept für das zukünftige Tourenangebot des Zentralverbandes erarbeiten zu können.

Nach siebenjähriger Amtszeit übergab Jürg Schweizer das Kommis-sionspräsidium an Friedhelm Altpeter. Wir danken Jürg für seinen Einsatz zu Gunsten der Jugend im SAC. Als Präsident der UIAA-Jugendkommission verbleibt Jürg Schweizer weiterhin in der Jugendkommission.

Politisch war das Jahr von den Diskussionen um «J+S 2000» geprägt. Durch die neu zu strukturierende J+S-Ausbildung will der Bund nicht zuletzt auch im Bereich Bergsteigen/Ski-touren sparen. Die Jugendkommission hat sich insbesonders gegen die Abschaffung des Bergführeransatzes eingesetzt. Einen weiteren Schwerpunkt der Jugendkommission bildeten die Vorbereitungen für das Nationale Jugendleitertreffen von Januar 2000 in Magglingen zum Thema « Sportbiografien im Wandel ». Das Projekt « Klettern macht Schule » erlebte im März eine erfolgreiche Pilotwoche. In der zweiten Jahreshälfte wurde das Projekt so weit vorangetrieben, dass Klettern ab November 1999 in rund 20 Schulen während je einer Woche den Sportunterricht bereicherte. Die «Hüttenwochen» und «Work&Climb» waren 1999 ausgebucht. Als Sachbearbeiter Jugend/Leis-tungssport hat Christian Blaser im Oktober die Aufgaben von Bettina Kummer übernommen.

1999 haben 33 (SAC 10) von 38 (SAC 14) Teilnehmern den Kandidatenkurs bestanden. Von den 74 (SAC 28) Kandidaten, die zur Bergführerprüfung antraten, waren 36 (SAC 17) erfolgreich. Bereits zum vierten Mal organisierte der SAC den Info-Abend für angehende Bergführer, der erstmals jedermann offenstand.

Rolf Hegglin, Zug, verlässt die Kommission nach neun Jahren Mitarbeit. Herzlichen Dank an dieser Stelle für das Engagement.

Neue Ausbildungsstrukturen in der Bergführerausbildung werden in enger Zusammenarbeit mit dem SBV vorangetrieben. Erstmals wurde ein Themenblock Ökologie in der Kaderausbildung durch den SAC-Vertreter vorgestellt. Die Basis für eine intensivere Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Bergführerverband konnte geschaffen werden.

Die bisherigen Massnahmen zur Talent- und Nachwuchsförderung wurden erfolgreich weitergeführt, und im März 1999 konnte ein Drei-jahres-Vertrag im Rahmen des MIGROS-Sporthilfe-Nachwuchsförderungsprojekts abgeschlossen werden. In diesem gesamtschweizerischen Projekt werden 15 Sportarten, die sich durch fundierte Nachwuchsprojekte auszeichnen, unterstützt. Für das Sportklettern und den Gesamtclub ergeben sich daraus neue Syner-- gien und zukunftsorientierte Möglichkeiten. Die «SAC-Regionalzentren Sportklettern», von denen Bern, Biel-Jura, Chur-Graubünden, Genf und 28 Zürich-Ostschweiz ihre Tätigkeit erfolgreich aufgenommen bzw. weitergeführt haben, sind Bestandteil dieses Projekts.

Neben Swiss Cup, Schweizer Meisterschaft und vielen regionalen Veranstaltungen fand mit dem Jugend-und Junioren-Europacup erneut ein internationaler Anlass statt. Zudem erhielt der SAC beim Internationalen Verband (UIAA/ICC) den Zuschlag für die Organisation der «Weltmeisterschaft im Sportklettern 2001», die in Biel stattfinden wird.

Der Skialpinismus als zweite Leis-tungssportdisziplin im SAC hat 1999 einen bedeutenden Integrations-schritt vollzogen. Mit dem Wechsel des Zentralvorstandes wurde der Skialpinismus vom Ressort Alpinismus in das neu geschaffene Ressort Leistungssport umgeteilt. Die schon im November 1998 gegründete Nationalmannschaft nahm an verschiedenen internationalen Wettkämpfen teil und markierte damit einen neuen Abschnitt in der Entwicklung des Skialpinismus.

Der letzte Lawinenwinter richtete leider auch bei SAC-Hütten Schaden an. Die total zerstörte Cristallinahütte wird an einem anderen Standort neu errichtet. Lawinen haben an der Rot-tal-, Sardona-, Seetal- und Pianseccohütte teils beträchtliche Schäden hinterlassen. Die Reparaturarbeiten konnten 1999 alle abgeschlossen werden, die Kosten wurden durch die Gebäudeversicherungen getragen.

Im Rahmen der Arbeiten zur neuen Hüttenpolitik konnte an der AV 1999 das Hüttenreglement 2000 verabschiedet werden. Es trat am 1.11.1999 in Kraft. Die «Arbeitsgruppe neue Hüttenpolitik» ist mit der Ausarbeitung der Wegleitungen und Richtlinien im Zusammenhang mit dem neuen Hüttenreglement beschäftigt.

Die Wegleitung zur Beseitigung von Abwässern auf Berghütten steht in der entscheidenden Phase und sollte im Jahr 2000 ebenfalls in Kraft treten.

Im Juni trafen sich die Hüttenkommissionen der Alpenländer «Are Alpin» zu einer gemeinsamen Sitzung in der Vanoise (F). Schwerpunkt dieses Treffens war die Energieversorgung von Berghütten. Die breit abgestützte Diskussion zeigte verschiedene Systeme zur Energiegewinnung auf.

Nach langjähriger Tätigkeit ist Renato Buzzini Ende 1999 von seinem Posten als Präsident der SAC-Hütten-kommission zurückgetreten. Er bleibt im Jahr 2000 noch Mitglied der Hüttenkommission. Wir danken ihm im Namen der gesamten Hüttenkommission für seine ausserordentliche Arbeit als Präsident.

Zu den Aufgabenschwerpunkten innerhalb des SAC zählte der Abschluss der Auswertung der «Mobilitätserfassung 98» (die darauf basierenden Umsetzungen werden 2000 lanciert, vgl. ALPEN 1/2000). Im Bereich Hütten war das Ressort beim ersten Hüttenwartkurs dabei und arbeitete aktiv an den neuen Abwasser-Richtlinien mit. Zusammen mit dem Jugendressort konnten sechs erfolgreiche Work&Climb-Wochen organisiert werden. Auf der Lidernenhütte wurde ein JugendSolarProjekt realisiert.

Im Spannungsfeld Natursport-Naturschutz engagierte sich das Ressort präventiv und durch Mitarbeit bei Konfliktlösungen, u.a. mit der Vorbereitung des Projekts « Kodex Wintertouren » (Lancierung Februar 2000). Die Arbeiten des SAC zu den Trendsportarten, insbesondere dem Canyoning, konnten an einem nationalen Seminar einem breiten Fachpublikum vorgestellt werden.

Weitere Schwerpunkte: verstärkter Einbau von Naturthemen in allen Disziplinen, Natur-Kursangebote, Modellregion Göschenen1, Buchprojekt Lebensraum Alpen, Weiterbildung der Sektionsbeauftragten, kritische Stellungnahme zum «Sachplan Infrastruktur Luftfahrt». Daneben nahm das Ressort bei diversen Erschliessungsprojekten Stellung und beteiligte sich an drei Einsprachen. Mitglieder der Kommission oder der Beauftragte vertraten den SAC aktiv in verschiedenen nationalen und internationalen Gremien.2 Mit Christian Geiger (GR) und Laurent Trivelli (VD) sind zwei langjährige, kompetente Kommissionsmitglieder zurückgetreten. Beiden sei für ihr Engagement ganz herzlich gedankt. Als neue Mitglieder haben Stefano Jorio (TI), Jöri Schwärzel (GR) und Paul Stein (BS) Einsitz in die Kommission genommen.

Mit einer auf ein Jahr beschränkten Mandatsstelle, besetzt durch Christine Neff, wurde die dringend nötige Entlastung des Beauftragten Jürg Meyer geschaffen.

Die grossen Lawinenniedergänge im Februar und das Canyoning-Un-glück am Saxetbach drückten den Rettungsarbeiten 1999 ihren Stempel auf. Eine grosse Herausforderung war die Reorganisation des SAC-Ret-tungswesens «Rettung 2000» mit der Schaffung neuer Strukturen, die rollend eingeführt wurden. Die Umsetzung verlangt viel Überzeugungsarbeit und Ausdauer bei Rettern und Partnern des SAC-Rettungswesens. 

Die Zusammenarbeit mit den Partnern war gut, und die Rega als wichtigster Partner unterstützte das alpine Rettungswesen des SAC in allen Belangen. Mit den Seilbahnen Schweiz konnte eine neue Zusammenarbeit gefunden werden. Dadurch wird der SAC-Retter als wichtiges Bindeglied zu örtlichen Seilbahnunternehmen direkt unterstützt. Dies gilt auch für die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Patrouilleurenverband. Da das Festungswachkorps nicht mehr für die Bergrettung in der Armee zuständig ist, sucht der SAC mit dem Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport nach einer neuen Zusammenarbeit.

Auf Ende des Jahres 1999 wurde die alte Rettungskommission verabschiedet. Ihnen sei an dieser Stelle für ihre Arbeit im Rettungswesen bestens gedankt. Auch allen Rettern sei an dieser Stelle der Dank für die geleistete Arbeit im Rettungswesen und für die daraus entstehende Hilfe am Mitmenschen ausgesprochen.

Die Medizinische Kommission vertritt im SAC die Belange der Gebirgsmedizin. Sie steht allen Kommissionen und allen SAC-Mitgliedern zur Bearbeitung und Beantwortung spezifischer medizinischer und insbesondere gebirgsmedizinischer Fragen zur Verfügung. Vor allem im Bereich der Expeditionsmedizin werden immer mehr Auskünfte erteilt. Kurse für Expeditionsmedizin sollen in nächster Zukunft vermehrt angeboten werden. Vertreter der Medizinischen Kommission bearbeiten seit längerer Zeit einen medizinischen Leitfaden für Wanderer und Alpinisten. Der erste Teil über Erste Hilfe im Gebirge konnte abgeschlossen werden und steht vor dem Druck. Der zweite Teil ist noch in Bearbeitung und sollte im Laufe des Jahres 2000 fertig gestellt werden.

Die Zusammenarbeit mit der Rettungskommission muss intensiviert werden. Es ist u.a. vorgesehen, die Rettungskommission durch einen Bereich Rettungsmedizin (inkl. Bereichsleiter) zu ergänzen.

Vertreter der Medizinischen Kommission besuchten 1999 mehrere internationale Veranstaltungen der MedCom UiAA und der IKAR.

Die Medizinische Kommission arbeitet aktiv bei der Organisation und Durchführung der jährlich stattfindenden SAC-Ärztekurse für Gebirgsmedizin mit. Dank diesen Kursen verfügen der SAC und weitere Organisationen (Rega, Air Glaciers, Air Zermatt) sowie die Schweizer Armee über einen Pool von gebirgsmedizi-nisch geschulten Ärzten. Vom 25.28. März 1999 wurde der 1. SAC/SGGM-Refresher-Ärztekurs für Gebirgsmedizin auf dem Simplon durchgeführt. Vom 12.18. September 1999 feierte der SAC/SGGM-Ärztekurs sein 10-Jahr-Jubiläum. Über 50 Ärztinnen und Ärzte nahmen am Kurs auf dem Furkapass teil. Dabei konnte erstmals das Internationale Diplom für Gebirgsmedizin an 7 Teilnehmer, die das Curriculum erfüllt hatten, abgegeben werden.

Vom 23.5-9.7.1999 waren 12 Expeditionsteilnehmer im Baltoro (Karakorum) auf der ersten medizinischen Expedition der SGGM/MedCom SAC unterwegs. Für junge Expeditionsärzte war dies ein guter Einstieg in praktische und theoretische Expeditionsmedizin. Medizinische Daten, die auf dieser Expedition gesammelt wurden, sind noch in der Auswertung. Vor der Expedition fand in Islamabad ein wissenschaftlicher gebirgsmedizinischer Anlass statt. Dieser wurde von über 300 pakistanischen Studenten und Ärzten besucht.

Die Zusammensetzung der Medizinischen Kommission erfuhr durch die unerwartete Demission des Präsidenten der SGGM, Grégoire Zen Ruff inen, eine Änderung. Der neue Präsident der SGGM, Urs Hefti, nimmt Einsitz in der Medizinischen Kommission des SAC.

Generell erfreut sich unser Cluborgan einer grossen Beliebtheit, und die positiven Reaktionen aus dem Leserkreis ermutigten unser Redaktionsteam sehr. DIE ALPEN sind eine vielseitige und durch die qualitativ hoch stehenden Illustrationen auch sehenswerte Zeitung, die sich immer wieder mit neuen Themenkreisen und Denkanstössen in Szene zu setzen weiss. Bei den Werbeeinnahmen haben wir erfahren, dass die Bäume nicht unbegrenzt in den Himmel wachsen. Dennoch können wir mit dem erzielten Ergebnis zufrieden sein.

Die Integration der französischen Redaktion in der Geschäftsstelle war eines der Hauptanliegen im Geschäftsjahr 1999. Das Zusammenführen der beiden Redaktionen hat sich ausserordentlich bewährt und die Arbeitsabläufe haben sich wesentlich vereinfacht.

Die Zeitschriftenkommission hat sich im Berichtsjahr Fragen zum Erscheinungsbild der ALPEN und zum Leserverhalten gestellt. In unserer kurzlebigen Zeit ist es notwendig, den Auftritt regelmässig zu überdenken. Eine Arbeitsgruppe prüft deshalb das sich dauernd wandelnde Verhalten der Leserinnen und Leser und wird auf das Jahr 2001 entsprechende Anpassungen vornehmen.

Auf Hochtouren lief 1999 das Geschäft mit den SAC-Büchern, legte doch der scheidende Verlagsleiter, Arthur Zingg, einen veritablen Endspurt hin! 12 neue Titel wurden durch ihn betreut und auf den Markt gebracht. Besonders erfreulich war, dass die CD-ROM Hochtouren im Wallis bereits in 2. Auflage produziert werden konnte - von der 1. Auflage waren innert 1 1/2 Jahren 1500 Stück verkauft. Ein Beweis dafür, dass die SAC-Mitglieder den neuen Medien gegenüber aufgeschlossen sind.

Dies zeigen auch die Internet-Be-stellungen von Büchern über www.sac-verlag.ch: Rund 12% aller Bestellungen oder jede fünfte der Club-Mitglieder-Bestellungen erfolgt über das Internet zur SAC-Bücheraus-lieferung in Chur.

Im Moment wirken sich die elektronischen Medien positiv auf den Absatz der guten, alten und praktischen Bücher aus. Zugegeben, zu Hause in der warmen Stube lässt sich am PC eine Tour bestens planen. Aber wer möchte schon seinen Laptop im Rucksack mitschleppen, um dann mit klammen Fingern eine Route zu suchen! Da loben wir die handlichen Club-Führer, die dank grossem Wissen der verschiedenen Autorengenera-tionen immer wieder-auch am Bergden richtigen Weg weisen.

Die Arbeit der Kulturkommission wurde 1999 ganz stark durch die 21. Ausstellung Alpiner Kunst («Gletscherblick 99») geprägt. Diese Freilichtausstellung im Gebiet Aare- und Rhonegletscher, in enger Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe «l' art pour l' aar» gestaltet und am 13. August in Gletsch offiziell eröffnet, dauerte bis zum 3. Oktober 1999. Insgesamt 26 Kunstschaffende präsentierten 15 Kunstwerke, Aktionen und Installationen zum Thema « Die Alpengletscher, ihre Erforschung und ihre Veränderung durch Klima und Nutzung ». In Gletsch entstand spontan eine sehenswerte Ausstellung mit zusätzlichen Exponaten der Künstler und Dokumentationen über deren Arbeiten in der Natur. Die Aktion « Gletscherblick 99 » wurde im November mit einer Retrospektive im Schweiz. Alpinen Museum in Bern mit der Verleihung des Prix Meuly und der Präsentation des geschmackvoll gestalteten Katalogs abgeschlossen.

Der traditionelle Kulturtreff mit den Kulturbeauftragten aus den Sektionen wurde bei schwächerer Beteiligung in Romont durchgeführt. Das FIFAD in Les Diablerets feierte seine 30. Auflage. Eine internationale Jury prämierte auffallend viele Filme, die das Portrait eines Menschen zum Thema hatten. Der SAC-Preis wurde Nereo Zeper (I) für Ladro di Montagne zugesprochen.

Die SAC-Bibliothek, die 1999 über 2000 Bücher ausgeliehen hat, konnte ihren umfangreichen Bestand mit 471 Neuanschaffungen ergänzen. Dazu erwarb sie das «Kaukasus-Archiv» des aus Ostdeutschland stammenden Ingenieurs und Bergsteigers Friedrich Bender. Dies umfasst über 1600 Seiten Routenbeschreibungen zu Bergtouren im Kaukasus bis etwa Mitte der Achtzigerjahre. Ergänzende, analog aufgebaute Dokumentationen orientieren in dem acht Ordner umfassenden Werk über den Pamir und Tienschan.

Im Dezember erschien ein Faltprospekt über die Zentralbibliothek des SAC, der auf die Qualitäten der Bibliothek aufmerksam macht. Ebenso findet sich unter www.sac-cas.ch eine eigene Internetseite über die SAC-Bibliothek.

Per Ende Jahr gab Regina Schallberger-Diethelm, Gockhausen, das Präsidium ab und verliess die Kommission. Barbara und Jürg Stüssi-Lauterburg, Windisch, führen die Kommission neu im Co-Präsidium.

Das bereits 1997 erarbeitete Marketingkonzept hat 1999 für die einzelnen Mitglieder erstmals spürbare Auswirkungen gehabt. Mit der Partnerschaft von SAC und Züritel beschritt der SAC neue Wege der Mittelbeschaffung, die im Club zu engagierten Diskussionen führten. Die Einführung von UBS-Key-Punkten als Zahlungsmittel in mehr als der Hälfte der SAC-Hütten ist im Rahmen eines Testlaufs für ein verstärktes Hüttenmarketing als sehr interessante Erfahrung zu werten. Im weitesten Sinn ebenfalls eine Marketingmass-nahme war der erste, in Zusammenarbeit mit der Hüttenwartvereinigung durchgeführte einwöchige Hüttenwartkurs. Der Kurs war mit rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein voller Erfolg.

Die Mitgliederwerbeaktion «Hunderttausend im runden Jahrtausend» und die Möglichkeit, auf über 70 Hütten provisorisch und befristet die SAC-Mitgliedschaft zu erlangen, hat neben der aktiven Mitgliederwerbung aller Sektionen dazu geführt, dass der Mitgliederbestand auch 1999 um rund 1000 auf 92 000 angestiegen ist.

Die Konzentration aller nicht ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle in Bern ist mit der Integration des neuen Verlagsleiters per Anfang 2000 abgeschlossen. Die Kommunikation zwischen den verschiedenen Bereichen und die Nutzung von Synergien ist bei den unterschiedlichen Tätigkeitsgebieten eine ständige Herausforderung und Aufgabe sowohl für den Geschäftsführer als auch für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Einführung der neuen Mitgliederkarte per 1.1.2000 war eine der wesentlichen Aufgaben der Mitgliederverwaltung. Mit der Umstellung waren einige Schwierigkeiten verbunden, die ihre Ursachen mehrheitlich in der Komplexität der Mitgliederstruktur des SAC haben. Dank grossem Verständnis der Mitgliederverwalter konnten die Schwierigkeiten überwunden werden. Mit der Einführung der Kostenrechnung in der Buchhaltung verfügt der SAC nun über ein modernes Rechnungswesen.

Per 1.1.1999 nahmen Ruth Huber in der Mitgliederverwaltung und per 1.12.1999 Ursula Krenker in der Mitgliederverwaltung/Buchhaltung ihre Arbeit auf.

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