Giovanni Quirici tödlich verunglückt

Der aus dem Tessin stammende und in Genf lebende Kletterer Giovanni Quirici ist tödlich verunfallt. Der 33-Jährige starb am 12. August nach einem schweren Sturz aus der Route Le chant du Cygne (900 m/7a/6b+ obl . in der Eigernordwand.

Als Eröffner verschiedener Routen weltweit hatte «Gio» sich rasch einen Namen gemacht. Sein letzter grosser Exploit gelang ihm in den Gastlosen, wo er 2010 Yeah Man (9 SL/8b+) als Erster an einem Tag frei kletterte. Die Route gilt als eine der schwersten Mehrseillängen-Touren der Welt. Quirici, ehemaliger Junioren-Schweizer Meister, begleitete unter anderem auch Didier Berthod (S. 36) nach Norwegen, wo sie gemeinsam am Blammanen die erste freie Begehung von Arctandria (10 SL/8a+) schafften.

2006 versuchte er zusammen mit zwei anderen Schweizern den Westpfeiler (1100 m/VI/6 c/A4) am Trango frei zu begehen. Es gelang den dreien, die Route – bislang nur durch anhaltend hartes, technisches Klettern begangen – bis auf drei Seillängen frei zu klettern. Sie schätzten, dass die Schlüsselstelle wohl 8a schwer sei.

Eine seiner letzten Reisen führte ihn diesen Mai mit Elie Chevieux ins indische Kinnaur, wo sie eine neue Route (700 m/19 SL/7b) eröffneten.

Zu seinem Gedenken findet in Ascona am 25. November 2011 eine Filmvorführung statt.

Mehr Infos unter www.arium.ch.

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