Im Zeichen Loretans _Filme von Gstaad bis China

Das internationale Festival du Film Alpin in Les Diablerets verzeichnete einen Besucherrekord. Zu Recht: An der 42. Ausgabe wurden hochstehende Filme gezeigt.

Es waren gegen 10 000 Besucherinnen und Besucher, die vom 6. bis zum 13. August Les Diablerets überschwemmten, um die Bergfilme des FIFAD zu sehen. Eröffnet wurde das Festival von Jacques-Olivier Travers und seinem Adler, gewidmet war es dem jüngst verstorbenen Erhard Loretan, der ein treuer Freund des Festivals war. So waren denn auch Archivbilder aus dem alpinistischen Leben des Ausnahmebergsteigers zu sehen, und der Mérite alpin ging an seinen Seilpartner, den Walliser Bergführer André Georges.

Eigens aus Sitten zu Fuss war eine Delegation der Jury der Jungen anmarschiert. Sie erreichte nach drei Tagen Les Diablerets, begleitet von Maultieren, um dem Geist des Festivals nachzuleben und Offenheit, Austausch und Begegnungen mit Menschen zu ermöglichen.

Die Themen der Filme lassen sich unter dem Titel «Von Gstaad bis in die chinesischen Bergwelten» zusammenfassen. Dem Porträt über den Ausnahmesportler Ueli Steck («Der schnellste Mann am Berg») stand das einfache Leben eines Bergbauern gegenüber («La belle vie de François»). Der Ehrenpreis ging an den brasilianischen Film «The broken moon», der die Verzweiflung der Nomadenfamilien zeigt, die von der Desertifikation im Himalaya betroffen sind. Vom SAC als Partner des FIFAD wurden zwei Filme ausgezeichnet. «To step on Mont-Blanc» zeigt die Solidarität und Freundschaft, die es Yvan Kojouharov 2010 ermöglichte, den Gipfel des Montblanc zu erreichen, trotz einer Tetraplegie. «No man 's land» zeigt eine Expedition der Seglerin Isabelle Autissier und des Alpinisten Lionel Daudet in die Antarktis.

 

Mehr Infos

www.fifad.ch, nächste Ausgabe: 11.–18. August 2012

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