Jugendlicher Auftritt. 78. Hauptversammlung des Alpenvereins Südtirol (AVS)

Ein sich in Vorbereitung befinden-des neues Leitbild, der Umbau der Hütten, dynamische Jugendarbeit und Verlags-Pläne waren einige der wichtigsten Punkte der 78. Hauptversammlung des AVS.

Unter den Alpenvereinen hat der AVS mit 33 000 Mitgliedern die grösste Dichte in Bezug auf den von ihm erfassten Bevölkerungsraum. Einer der Gründe dafür ist neben der Verankerung als eigentliche Institution sicher der ausserordentlich günstige Mitgliederbeitrag - dank der erheblichen finanziellen Unterstützung durch die Landesregierung. Der AVS als « Bergsportverein » bietet ein frisches, jugendliches Erscheinungsbild - in den Führungsgremien sind sehr viele junge Gesichter zu sehen, hingegen könnte der Anteil der Frauen noch gesteigert werden. Dazu kommen eine gut ausgebaute Infrastruktur und breit abgestützte bergsportliche Aktivitäten. Er baut, unterhält und markiert ein stattliches Wegnetz von 8500 Kilometern Länge. Auf Grund der geschichtlichen Entwicklung, vor allem des Anschlusses nach dem 1. Weltkrieg an Italien, ist die Ortsnamengebung im Südtirol noch immer äusserst umstritten und von extremen Gruppierungen geprägt. Der AVS muss sich in diesem prob-lembehafteten Umfeld bewegen, da aus Mitgliederkreisen der Wunsch nach einem politischen Engagement klar geäussert wird.

Die Jugendarbeit entwickelte in den letzten Jahren eine starke Eigendynamik, was punktuell Diskussionsstoff lieferte.

Der AVS gibt sich ein neues Leitbild. Massgeblich daran beteiligt ist der vormalige SAC-Geschäftsführer Fredy von Gunten, wirkt er doch als externer Berater. Auch im Verlagsbereich will der AVS künftig aktiv werden. Geplant ist die Herausgabe eines Kletterführers. Auf den Hütten - der AVS besitzt 14 - wird Ökologie gross geschrieben. So sind sie nach ökologischen Kriterien umgebaut und zum Teil für die Verleihung des Umweltgütesiegels vorgeschlagen worden.

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