«Kleiner Fussabdruck» SAC-Hütten werden ökologischer

Damit die Lust am Wandern nicht zur Last für die Umwelt wird, saniert der SAC seine Berghütten systematisch und ökologisch nachhaltig. Das Energieunternehmen Axpo unterstützt ihn dabei, den sogenannten CO2-Fussabdruck der Hütten zu reduzieren.

Der Berg-Tourismus hat sich aus kleinen Anfängen im neunzehnten Jahrhundert zu einem Massenphänomen entwickelt – Jahr für Jahr zieht die atemberaubende Kulisse der Schweizer Alpen Zigtausende Menschen an. Alleine die 153 SAC-Hütten bieten rund 9500 Schlafplätze. Diese Entwicklung bedeutet eine nicht zu unterschätzende ökologische Herausforderung. Damit auch künftige Generationen unsere Berge noch so geniessen können wie wir, engagiert sich der SAC für ein nachhaltiges Nebeneinander von Mensch und Natur. Und das seit fast 150 Jahren. Einige der Hütten des SAC stammen noch aus der Anfangszeit des Clubs, und so wundert es nicht, dass sie zum Teil nicht mehr vorbehaltlos den heutigen Vorstellungen von Komfort und Nachhaltigkeit entsprechen. Auch wenn sie Schutz, Gemütlichkeit und Romantik von anno dazumal bieten, schätzen Berggänger von heute doch zunehmend Annehmlichkeiten wie kleine Schlafräume, eine moderne Küche und Toiletten im Haus. Deshalb werden die SAC- Hütten laufend den neuen Anforderungen angepasst und saniert, ohne den ursprüngliche Charme zu verlieren. Innovativ müssen die Lösungsansätze sein und wenn möglich erneuerbare Energien nutzen. Seit gut einem Jahr unterstützt Axpo den Schweizer Alpen-Club als Partner bei umweltschonenden Energieprojekten. Als ein führendes Schweizer Energieunternehmen besitzt Axpo fundiertes Know-how bei der Erzeugung ökologischen Stroms und berät den SAC bei der Entwicklung eines nachhaltigen Energiekonzepts für Um- und Neubauten seiner Hütten. Das Konzept besteht aus einzelnen Modulen, die je nach Eignung bei den Hütten eingesetzt werden können. Das kann eine Windanlage in Kombination mit einer Solaranlage sein, wie aktuell bei der Claridenhütte geprüft wird. Oder eine Wasserturbine, die bei der Sanierung der Rotondohütte mit Unterstützung von Axpo gebaut wurde. Ein weiteres wichtiges Modul ist die Messung des sogenannten Carbon Footprint der Hütten, also die Ermittlung ihrer CO2-Emissionen. Er wurde gerade für die Claridenhütte gemessen und dient als Bewertungsgrundlage für Energiesparpotenziale bei der Sanierung der Hütte.

 

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