Königliche Goldmedaille für Bergfotografen

Fünf Bergfotografen aus drei Kontinenten, darunter der Schweizer Didier Ruef, wurden Ende Juni 2000 im Engadin mit der König-Albert-Verdienstmedaille ausgezeichnet.

Der Schweizer Walter Amstutz, der 1993 - vier Jahre vor seinem Tod - die King Albert I Memorial Foundation gründete, war selbst ein hervorragender Fotograf. Wer im Schneehasen blättert, dem von Amstutz jahrzehntelang geführten Jahrbuch des Schweizerischen Akademischen Skiclubs, findet immer wieder (schwarzweisse) Aufnahmen, die auffallen, und sei es nur dadurch, dass sie mit einer Bildsprache arbeiten, die bekannte Skifotografen heute verwenden. Amstutz hätte also Freude daran gehabt, dass seine Stiftung an ihrer vierten Award-Ceremony hoch oben auf Muottas Muragl die goldene König Albert-Verdienstmedaille fünf Bergfotografen verliehen hat. Es sind dies: Simon Carter (Australien) für die Visualisierung der Faszination des Sportkletterns, Walter Niedermayr (Italien) für seine kritischen Reflexionen über zerstörerische Eingriffe in die alpine Natur, Didier Ruef (Schweiz) für seine schwarzweissen Bilder über das harte Leben der Schweizer Bergbauern, Shiro Shirahata (Japan) fü r seine monumentale BergportraitFotografie auf fast allen Kontinenten und Jürgen Winkler (Deutschland) für seine schwarzweissen Aufnahmen im Bereich der klassischen Bergfotografie. 1

Jeder der Preisträger erhielt neben der Medaille eine Urkunde, worin die König-Albert-Gedenkstiftung ihre Gedanken zur diesjährigen Preisverleihung festhält: «Die Bergfotografie offenbart in ihrer aussergewöhnlichen Form die Einmaligkeit und die Kraft der Schöpfung. Die Erhabenheit und Ausstrahlung der Berge, die Begeisterung und Ausdauer des Bergsteigers, die Entschlusskraft und Körperbeherrschung des Kletterers, der tägliche Überlebenskampf des Bergbauern und die Zerstörung der Berglandschaft durch den Tourismus sind charakteristische Beispiele.»

Die Werke der ausgezeichneten Bergfotografen sind in einer Sonderausstellung bis 21. Oktober 2000 (Mo bis Sa von 16 bis 18 Uhr) im Museum Alpin in Pontresina zu bewundern. Gleichzeitig finden sich auch Informationen über die in Zürich eingetragene Stiftung «King Albert I Memorial Foundation» und den belgischen König Albert I. (1934 beim Klettern abgestürzt), zu dessen Ehren sie errichtet wurde.

In einem zweijährigen Turnus werden Personen oder Institutionen ausgezeichnet, die sich durch ihre Leistungen in einem Bereich, der mit den Bergen der Welt in Zusammenhang steht, herausragende und nachhaltige Verdienste erworben haben.

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