Lieber checken als abstürzen Der Partnercheck rettet Leben

Routine ist gefährlich. Sie führt zuNachlässigkeit. Sei es in der Halle oder am Fels. Überall gilt: Vertrauen ist schlecht, nur ein systematischer Check verhindert Abstürze.

Es kann allen passieren. Bergführer-Ausbildnern wie Konni Staltmayr. Er starb im April 2009 in der Kletterhalle wegen eines Routinefehlers. Auch die US-Spitzenkletterin Lynn Hill wurde ein Opfer der Nachlässigkeit. Sie sprach beim Anseilen mit Freunden, vollendete den Anseilachter nicht – und stürzte ab. Immer wieder werden Kletternde beim Einbinden des Achterknotens abgelenkt und klettern mit einem offenen Knoten – die Folgen können verheerend sein. Zur selben Gattung gehören fehlende Knoten am Seilende, nicht verschlossene Karabiner und locker sitzende, nicht korrekt geschlossene Klettergurte. Ob dies in der Kletterhalle geschieht oder auf Hochtouren, ist nebensächlich. Die Folgen sind dieselben: Abstürze. Dabei lassen sich diese fatalen Fehler einfach vermeiden. Mit dem Partnercheck. Gerade in der Routine liegt die grösste Gefahr, und darum ist jede und jeder auf die Hilfe – und den Partnercheck – des Seilpartners angewiesen. Vier Augen sehen schliesslich mehr als zwei, das gilt nicht nur in der Halle, sondern auch im Gebirge. Wer sicher unterwegs sein will, lässt immer, wenn ein Seil verwendet wird, bei jedem Anseilen und bei jedem neuen Losklettern vom Partner Folgendes checken: – Je nach Sitzgurt: Sind alle Verschlüsse korrekt verschlossen und die Gurte falls nötig zurückverschlauftIst der Anseilachter korrekt geknüpft und am dafür vorgesehenen Ort im Klettergurt eingebundenIst das Seil richtig ins Sicherungsgerät eingelegt und der Karabiner arretiertGibt es am Seilende einen KnotenBei Schnee- und Eistouren wichtig: Wurden die Steigeisen korrekt befestigt?

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